Lebenslänglich für Pakistaner nach Mord in der Neustadt
Nach dem gewaltsamen Tod einer Vietnamesin in der Dresdner Neustadt ist der 30-jährige Täter aus Pakistan zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen Mordes verurteilt worden. Das entschied am Freitagnachmittag das Dresdner Landgericht. Der Mann hatte seine ehemalige Lebensgefährtin im April vergangenen Jahres ermordet.
Laut Anklage hat der Pakistaner die 41-Jährige aus Eifersucht grausam und aus niederen Beweggründen mit einem Küchenmesser in ihrer Wohnung an der Alaunstraße erstochen. Nach der von seinem Anwalt verlesenen Erklärung hat er die Vietnamesin sehr geliebt. Es habe aber oft Streit zwischen ihnen gegeben, weil sie immer wieder auch Kontakt zu anderen Männern gehabt habe.
Am Tatabend habe seine Lebensgefährtin ihn und seine Familie bei einer Auseinandersetzung "übel beschimpft, er geriet in Zorn", sagte der Verteidiger. Danach sei der Angeklagte geflohen. "Er bedauert die Tat sehr." Sein Mandant wolle so schnell wie möglich aus der Haft nach Pakistan abgeschoben werden.
Die Leiche der Frau war am nächsten Morgen in deren Wohnung in der Neustadt gefunden worden. Laut Anklage hat der Mann mehrfach "mit äußerster Kraft" auf sie eingestochen, dem sich wehrenden Opfer dabei Hände und Füße gefesselt sowie Mund und Nase zugeklebt. "Auch als er ihre Schmerzen und ihre Angstzustände bemerkte, brach er nicht ab", sagte Oberstaatsanwalt Jens Hertel. Der Mann wurde später in einem Zug bei Villach in Österreich gefasst, ausgeliefert und in Untersuchungshaft gebracht. (mit dpa)