Landtags-Debatte: Schlagabtausch über Rassismus
Auf Antrag der Grünen ist am Donnerstag im Landtag über das Thema Rechtsextremismus in Sachsen diskutiert worden. Die Extremismusexpertin der Grünen, Petra Zais sagte, es gebe im Freistaat einen deutlichen und dramatischen Ruck nach rechts. Integrationsministerin Petra Köpping erklärte, Sachsen habe ein Rassismusproblem. Staat und Zivilgesellschaft müssten gemeinsam dagegen vorgehen, so Köpping.Für die Linke war die Entwicklung absehbar. Die AfD verurteilte die Gewalt von Heidenau und verwies zugleich auf die Zunahme linksextremistischer Straftaten. Am Vormittag debattierten die Abgeordneten über die Kinderbetreuung in Sachsen. Dabei warf die Opposition der Regierung Trippelschritte vor. Die von der schwarz-roten Koalition beschlossene Senkung des Betreuungsschlüssels in Kitas und Krippen sei zu begrüßen, komme aber viel zu spät und sei nicht ausreichend, hieß es von Linken, Grünen und AfD. Seitens der CDU wurden die Vorwürfe mit Hinweis auf die hohe Betreuungsquote in Sachsen zurückgewiesen. Aktuell ist im Kindergarten eine Erzieherin für rechnerisch 12,5 Kinder zuständig – im nächsten Jahr sollen es dann 12 Kinder sein.