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Landgericht lässt Anklage gegen mutmaßlichen Dschihadisten zu

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Ein mutma­ß­li­cher Dschi­ha­dist aus Dippol­dis­walde soll nun doch vor Gericht. Das Dresdner Landge­richt hat die Anklage zur Haupt­ver­hand­lung am  Amtsge­richt Pirna zugelassen, wie die Staats­an­walt­schaft Dresden am Freitag mitteilte. Es sieht einen hinrei­chenden Verdacht, dass der 22-Jährige Bezie­hungen zu einer terro­ris­ti­schen Verei­ni­gung aufge­nommen hat, "um sich in der Begehung einer schweren staats­ge­fähr­denden Gewalttat unter­weisen zu lassen". Dem Beschluss lag die Beschwerde der Staats­an­walt­schaft gegen die anders­lau­tende Entschei­dung des Jugend­schöf­fen­ge­richts in Pirna zugrunde.  Der mutma­ß­liche Dschi­ha­dist war Ende 2014 verhaftet worden, nach drei Wochen aber wieder auf freien Fuß gekommen. Die Staats­an­walt­schaft ermit­telte gegen ihn wegen der Vorbe­rei­tungen staats­ge­fähr­dender Gewalt­taten im Ausland. Er und ein 19-Jähriger waren im September 2014 in den Nahen Osten aufge­bro­chen und hatten zuvor bei Facebook mitge­teilt, in den „Heiligen Krieg“ ziehen zu wollen. Ende August 2015 hatte die Staats­an­walt­schaft Anklage gegen den 22-Jährigen erhoben, das Jugend­schöf­fen­ge­richt die Eröff­nung des Haupt­ver­fah­rens aber abgelehnt, da der Vorwurf nicht den Ergeb­nissen der Ermitt­lungen entspreche. (dpa)