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Landeskri­minalamt zerschlägt Online-Betrüger-Netzwerk

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Der Dresdner Staats­an­walt­schaft und dem Landes­kri­mi­nalamt Sachsen ist ein Schlag gegen Inter­net­kri­mi­na­lität gelungen. Fünf Haupt­ver­däch­tige wurden in Dresden dem Haftrichter vorge­führt. Sie sollen Millio­nen­schäden verur­sacht haben.Betrug mit PaySafe­CardsDie Masche war immer ähnlich: die Mitglieder der Bande riefen europa­weit Tankstellen, Kioske und Lotto­läden an und ließen sich die Codes für sogenannte Zahlungs­karten geben, zum Beispiel "PaySafe­Cards". Die Codes nutzen sie zum Online-Shopping, vorwie­gend für Software­pro­dukte, sie hatten dazu einen regel­rechten Online-Schwarz­markt aufge­zogen. Die Erlöse durch den Verkauf der Codes und Softwarelin­zenzen werden auf mehrere Millionen Euro geschätzt, teilte das LKA mit. Fünf Betrüger in HaftGegen die fünf Haupt­ver­däch­tigen, drei Männer und zwei Frauen, wurde inzwi­schen Haftbe­fehl erlassen. Die fünf Beschul­digten wurden bereits am 10. November 2015 in Frank­furt am Main, Berlin und Neustadt an der Weinstraße festge­nommen und anschlie­ßend dem Haftrichter in Dresden vorge­führt. Die drei männli­chen Beschul­digten sind 32, 41 und 28 Jahre alt und deutscher, russi­scher bzw. ukrai­ni­scher Staats­an­ge­hö­rig­keit. Zwei weibliche Beschul­digte sind 25 und 30 Jahre alt und russi­scher bzw. deutscher Staats­an­ge­hö­rig­keit.Durch­su­chungen in 18 LändernIm Zuge der Ermitt­lungen sind weltweit in 18 Ländern Wohnungen durch­sucht worden, Konten und Beweis­mittel wurden beschlag­nahmt. Derzeit werden Daten­träger ausge­wertet, es geht um Tausende Straf­taten, hieß es.Die Staats­an­walt­schaft Dresden ermit­telt zusammen mit dem Cyber­crime Compe­tence Center (SN4C) des Landes­kri­mi­nal­amtes Sachsen und der Polizei­di­rek­tion Dresden wegen schwerer Geldwä­sche, gewerbs­mä­ßigen Betrugs und gemein­schaft­li­cher Urheber­rechts­ver­let­zungen.