Landeskriminalamt will Planenschlitzern das Handwerk legen
Das Landeskriminalamt Sachsen bündelt jetzt zentral alle Planenschlitzer-Fälle in Sachsen. Bei fast 300 Fällen sachsenweit im Jahr 2016 entstand ein Schaden von 2,8 Millionen Euro, sagte LKA-Sprecher Tom Bernhardt bei uns im Interview. 2017 waren es 220 Fälle. In drei Viertel der Fälle von Ladungsdiebstahl handelt es sich um Planenschlitzer, sagte Bernhardt.
Am häufigsten verschwinden folgende Produkte:
1.) Heimelektronik und Haushaltsgeräte (Schaden: 1 Million Euro)
2.) Baumaterial (400.000 Euro)
3.) Reifen/Räder/Fahrräder (300.000 Euro)
4.) Bekleidung (100.000 Euro)
5.) Lebensmittel (80.000 Euro)
6.) Drogerieartikel (48.000 Euro)
Das LKA sammelt nun alle Fälle und gleicht diese mit den Behörden in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen, Bayern und den Bundesbehörden ab. Man wolle Muster analysieren und Bewegungsprofile der organisierten Banden erstellen, hieß es. In der Koordinierungsstelle für Planenschlitzer beim LKA Sachsen arbeiten zunächst zwei Mitarbeiter. Sie sammeln vor allem Informationen und tauschen diese mit anderen Dienststellen aus.