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Landesdirektion genehmigt Dresdner Haushalt und warnt vor neuen Schulden

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Der neue Dresdner Doppel­haus­halt ist jetzt geneh­migt. Wie die Landes­di­rek­tion am Freitag mitteilte, sei der 1,6 Milli­arden Euro schwere Haushalts­plan für 2017 damit freige­geben. Etwa 176 Millionen Euro will die Stadt für Baupro­jekte inves­tieren, insbe­son­dere in Schulen. Auch 2018 hat die städti­sche Finanz­pla­nung diese Größen­ord­nung - für Baupro­jekte werden dann aber sogar 220 Millionen Euro einge­plant. Wie die Aufsichts­be­hörde mitteilte, hält Dresden am Verschul­dungs­verbot ohne neue Kredite fest. Aller­dings muss die Stadt auf Rücklagen zurück­greifen. Spätes­tens ab 2019 sind aber wohl wieder Kredite notwendig, dies sei ein deutli­ches Zeichen einer einge­schränkten finan­zi­ellen Leistungs­fä­hig­keit, hieß es. Deswegen muss nächstes Jahr die Finanz­pla­nung überar­beitet werden - die Behörde empfiehlt außerdem Gelder für unvor­her­seh­bare Ausgaben zurück­zu­legen. Risiken gebe es durch Ausfall­bürg­schaften und durch die Kredit­ver­schul­dung städti­scher Unter­nehmen. Auch steigende Sozial­aus­gaben könnten die Finanz­pla­nung durch­ein­ander wirbeln.Finanz­bür­ger­meister Peter Lames teilte mit: „Ich freue mich, dass die Landes­di­rek­tion Sachsen den Doppel­haus­halt 2017/2018 freige­geben hat. Dies ist die Voraus­set­zung, dass die Landes­haupt­stadt Dresden ihre geplanten umfang­rei­chen Inves­ti­tionen und Aufgaben in Angriff nehmen kann. Insbe­son­dere die Inves­ti­tionen im Bereich der Bildung stellen für Dresden als wachsende Stadt nach wie vor eine große Heraus­for­de­rung dar“. FDP übt KritikFDP-Frakti­ons­chef Holger Zastrow teilte dazu mit: "Die Neuver­schul­dung Dresdens muss verhin­dert werden. Jetzt wird sich zeigen, was der neue SPD-Finanz­bür­ger­meister wirklich von der Schul­den­frei­heit Dresdens hält, oder ob das alles nur leere Lippen­be­kennt­nisse der SPD waren."