Land und Kommunen einigen sich bei Flüchtlingen und Geldzahlungen
Regierung und Kommunen in Sachsen haben sich auf die Verteilung von Flüchtlingen sowie von Geld des Bundes für Asyl verständigt. Der Freistaat sei an die Grenzen seiner Kapazitäten für die Erstaufnahme gestoßen, erklärte Ministerpräsident Stanislaw Tillich am Mittwoch nach einem mehrstündigen Asyl-Gipfel in Dresden. Die kommunale Ebene unterstütze das Land. Konkret sollen Asylbewerber fortan auch ohne Registrierung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) von Erstaufnahmeeinrichtungen auf die Kommunen verteilt werden. Genaue Zahlen seien nicht genannt worden, teilte Regierungssprecher Christian Hoose mit. Es sollen aber nur Flüchtlinge in die Kommunen kommen, die von der Zentralen Ausländerbehörde registriert und von den Gesundheitsämtern untersucht worden sind. „Bei der Abverteilung wird der Grundsatz verfolgt, dass Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsstaaten bis zum Abschluss der Verfahren beim Freistaat verbleiben“, hieß es. Außerdem will das Land von den Bundesgeldern für Asylpolitik noch in diesem Jahr 13 Millionen Euro an die Kommunen weiterleiten, um die Beratung von ausreisewilligen Asylbewerbern zu unterstützen. 2016 sind dafür 1,3 Millionen Euro vorgesehen. Ferner soll den Kommunen geholfen werden, leerstehenden Wohnraum für eine Unterbringung von Flüchtlingen zu renovieren. Für 1000 Wohnungen sollen in diesem Jahr noch fünf Millionen Euro fließen.