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Lage bei der Unterrichtsversorgung bleibt angespannt

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Sachsens Schüler müssen sich im neuen Schuljahr auf massiven Unterrichtsausfall einstellen. Kultusminister Christian Piwarz erklärte am Donnerstag in Dresden, er rechne mit Problemen bei der Absicherung des Unterrichts.

Man habe sich noch mehr neue Lehrerinnen und Lehrer gewünscht, aber die in den vergangenen Jahren erhöhten Studienkapazitäten würden sich noch nicht in den Bewerberzahlen widerspiegeln. Die Lage bei der Unterrichtsversorgung bleibe angespannt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft spricht von einem Offenbarungseid bei der Bildungspolitik.

Piwarz wollte nicht darüber spekulieren, in welchem Umfang Unterricht wegen fehlender Lehrkräfte ausfallen wird. Das lasse sich pauschal nicht beantworten. „Das wird von Schule zu Schule unterschiedlich sein. Wir werden Schulen haben, die einen erheblichen planmäßigen Unterrichtsausfall haben.“ Dort werde es aber auch Möglichkeiten der Kompensation geben. Bei notwendigen Kürzungen des Unterrichts sollten die Schulen selbst entscheiden. Die GEW geht davon aus, dass der Ausfall von Unterricht steigen wird. Im letzten Jahr vor der Pandemie fielen über alle Schularten hinweg 5,2 Prozent des Unterrichtes aus.

Mit Blick auf weitere Einstellungen in den kommenden Monaten zeigte sich Piwarz aber optimistisch: „Im Laufe des Schuljahres werden wir die noch bestehenden Lücken reduzieren können.“ Ab November stünden weitere Seiteneinsteiger zur Verfügung. Am 1. Februar 2023 würden etwa 700 Referendare ihre Lehrerausbildung abschließen. Insgesamt hat Sachsen für das neue Schuljahr 1024 neue Lehrkräfte einstellen können, darunter 843 grundständig ausgebildete Frauen und Männer. Die Verbeamtung habe dafür gesorgt, dass in Sachsen ausgebildete Lehrer auch im Freistaat blieben, sagte der Minister. In absoluten Zahlen könne man mit den Einstellungen aber nicht zufrieden sein.