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Lage auf dem Dresdner Wohnungsmarkt spitzt sich zu

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Dresdens Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann schlägt Alarm: die Lage am Dresdner Wohnungsmarkt spitzt sich immer weiter zu, während sich die Konjunkturaussichten im Baugewerbe noch mehr eintrüben.

Kaufmann fordert von der Landesregierung einen „Booster“ für den sozialen Wohnungsbau. Denn die Lage in Dresden ist katastrophal. Es gibt kaum neue Angebote, die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen bleibt aber konstant hoch.

Das treibt die ohnehin schon teuren Mieten weiter in die Höhe. Für Haushalte mit geringem Einkommen wird es damit immer schwieriger, eine geeignete Wohnung zu finden. Im ärgsten Fall werden sie aus der Stadt gedrängt.

An die Landesregierung hat die Beigeordnete für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen eine klare Forderung: „Notwendig wäre jetzt ein Booster für den sozialen Wohnungsbau. Doch der bleibt in Sachsen bislang aus. Hauptursache dafür ist das Zögern der Landesregierung. Sie hat die staatliche Richtlinie für den gebundenen Mietwohnraum noch immer nicht novelliert. Dabei ist Wohnungsbau ganz klar Ländersache.“

Seit 2013 gilt der Wohnungsmarkt in Sachsens Landeshauptstadt als angespannt. Das bedeutet: Die Nachfrage nach günstigen, leistbaren Wohnungen übersteigt das Angebot deutlich.

Im Jahr 2022 sind die Bestandsmieten durchschnittlich um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der strukturelle Wohnungsleerstand lag bei 2,9 Prozent. Basierend auf Daten der Kommunalen Bürgerumfrage 2022 haben insgesamt 66.500 Dresdner Mieterhaushalte Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein und damit auf eine Sozialwohnung. Das entspricht einem Anteil von 22 Prozent aller Haushalte bzw. 27 Prozent aller Mieterhaushalte in Dresden.