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Länderbahn dünnt Oberlausitz-Fahrplan aus

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Die Länderbahn tritt auf die Bremse. Das Oberlausitz-Netz wird ausgedünnt. Der Sonderfahrplan tritt am kommenden Sonntag in Kraft. Die Länderbahn reagiert damit auf die gesunkenen Fahrgastzahlen angesichts der Corona-Krise. In den Trilex-Zügen sitzen derzeit nur noch durchschnittlich zehn Fahrgäste.

Zwischen Dresden und Görlitz fahren die Züge nur noch im Stundentakt. Verstärkerbahnen zwischen Bischofswerda und Görlitz entfallen. Auf der Strecke Zittau-Dresden gibt es ab 5. April ein mindestens zweistündliches Angebot. Schienenersatzverkehr gilt auf der Linie Zittau-Großschönau-Seifhennersdorf. Der Bus fährt alle zwei Stunden. Die Länderbahn will Personalreserven schaffen und sich so auf eine durch Corona bedingten Krankenwelle vorbereiten.

Dagegen rollen die ODEG-Bahnen weiter nach regulärem Fahrplan.

Zittauer Schmalspurbahn

Die Züge der Zittauer Schmalspurbahn fahren zunächst bis Ende April nach dem Fahr-
plan der Nebensaison. Normalerweise würde ab dem 4. April die Hauptsaison bei der
Schmalspurbahn beginnen. Der ZVON hat mit der SOEG vereinbart, dass die eingespar-
ten Zugkilometer im Sommer bzw. im November gefahren werden, wo ansonsten plan-
mäßig Betriebsruhe wäre. Alle Züge fahren im Dieselbetrieb und ohne Speisewagen, da
es derzeit keine touristischen Fahrten gibt. Der Dieselbetrieb ist zudem weniger personal-
aufwendig und der Betrieb kann mit weniger Personenkontakten durchgeführt erhalten
werden. Ende April wird die Lage neu bewertet.