Kunst, Kultur & Kreativität: 15 Jahre Kraftwerk Mitte
Am Samstag, den 05. September wird im Kraftwerk Mitte in Dresden groß gefeiert und das gleich doppelt: Vor 15 Jahren begannen die Planungen für die Neugestaltung des ehemaligen Industrieareals. Vor zehn Jahren wurde das Theatergebäude für die Staatsoperette und das tjg eröffnet.
Nicht nur Theaterfreunde sind deshalb eingeladen, ab 11 Uhr beim Kraftwerk Mitte-Fest dabei zu sein. Es gibt Mitmachangebote, Führungen und Showeinlagen der Staatsoperette. Das tjg veranstaltet eine Geisterparade.
Heute befinden sich auf dem Gelände außerdem die Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, das Energie-Museum der SachsenEnergie, das Unterrichtszentrum der kommunalen Musikschule Heinrich-Schütz-Konservatorium, das Haus der Kulturen des Kolibri e. V., das Medienkulturzentrum Dresden e. V., das Zentralkino, der Coworking Space neonworx sowie weitere Vereine, Gastronomiebetriebe und Unternehmen.
Vom Heizkraftwerk zum Kultur- und Kreativstandort
Die Geschichte des Standorts als Kultur- und Kreativquartier begann nach der Stilllegung des Heizkraftwerks Dresden-Mitte im Jahr 1994. Mit dem Beschluss der Landeshauptstadt Dresden im Jahr 2010, eine gemeinsame neue Spielstätte für die Staatsoperette Dresden und das tjg. theater junge generation im Kraftwerk Mitte zu errichten, wurde die Neuentwicklung des Areals angestoßen. 2011 lag der Masterplan des Architekturbüros MSP für die Revitalisierung vor, 2012 begannen die Bauarbeiten. Bereits 2014 wurde das erste sanierte Gebäude an die Hochschule für Musik Dresden Carl Maria von Weber übergeben. Mit der Eröffnung des Theatergebäudes 2016 folgte ein weiterer wichtiger Schritt.
SachsenEnergie-Liegenschaftsmanager Frank Neuber: „Als damaliges Stadtwerk und heutiger Kommunalversorger SachsenEnergie war und ist klar, dass wir Verantwortung für die Entwicklung des Gesamtareals und die Revitalisierung der denkmalgeschützten Industriebauten übernehmen. All das wurde ermöglicht durch die enge Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden und dem Freistaat Sachsen. Gemeinsam wollten wir von Anfang an eine einzigartige Industriekulisse bewahren und einen lebendigen Standort für Kultur, Kunst und Kreativwirtschaft im Herzen Dresdens schaffen. Dieses Ziel ist heute greifbarer denn je.“
Mittlerweile ist ein Ende des Großprojekts in Sicht. Bis 2027 sollen die letzten Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein. Insgesamt sind bisher rund 20.000 Quadratmeter Mietfläche für Kultur- und Kreativschaffende entstanden.
SachsenEnergie investierte rund 90 Millionen Euro in die Sanierung der historischen Bestandsgebäude. Davon stammen rund 25 Millionen Euro aus Fördermitteln von Bund, Land und Landeshauptstadt Dresden im Rahmen der Städtebauförderung sowie Mittel aus der Denkmalförderung und der Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude.
