Kulturpalast wird teurer
Für den Bau des Kulturpalastes in Dresden ist kurzfristig zusätzliches Geld notwendig. 3,3 Millionen Euro soll die Stadt nachschießen. Der Stadtrat soll darüber kurzfristig entscheiden. Darüber informierte die Stadtverwaltung am Montag in einer Pressemitteilung. Die entsprechenden Anträge dazu werden aber noch geprüft. Offen ist auch, ob es sogar noch weitere Kostensteigerungen gibt. Wie die Stadt weiter mitteilt, sei der Aufsichtsrat der kommunalen "KID" am 8. Februar vom Geschäftsführer über das Vorliegen aktueller, derzeit noch ungeprüfter, Nachträge beim Bauprojekt Kulturpalast informiert worden. "Ob es ein darüber hinaus gehendes weiteres Kostenrisiko gibt wird derzeit geprüft", teilte die Stadt mit. Die nun zusätzlich benötigten Mittel sollen der KID als Gesellschafterdarlehen zur Verfügung gestellt werden, teilte die Stadt mit. Dafür werden dem Stadtrat in den kommenden Tagen Vorschläge zum weiteren Vorgehen unterbreitet. Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch: "Wir befinden uns im Endspurt des Kulturpalast-Umbaus und die Eröffnung ist in Sichtweite. Daher appelliere ich an die Mitglieder des Stadtrates, den notwendigen finanziellen Mehrbedarf zur Verfügung zu stellen. Dass die notwendigen Beschleunigungsmaßnahmen für die pünktliche Fertigstellung des Baus finanziell zu Buche schlagen, ist offenbar trotz mehrjähriger Planung nicht vermeidbar." Die Eröffnung des Kulturpalastes mit dem Konzertsaal ist für den 28. April 2017 geplant, die Eröffnung der Zentralbibliothek und der Herkuleskeule für den 29. April 2017. Der Bauablauf ist nach wie vor auf diese Termine ausgerichtet.Kulturpalast eigener BER für DresdenDer Kulturpalast war für den Umbau 2012 geschlossen worden, sollte eigentlich schon 2015 fertig sein. Ursprünglich wurden die Kosten auf 81,5 Millionen Euro beziffert. Immer wieder wurde betont, dass dieser Kostenrahmen gehalten würde. An den Kulti-Planungen war auch eine Firma beteiligt, die auch am Berliner Pannenflughafen BER mitgeplant hat. Der aktuelle Finanzbürgermeister Peter Lames hatte in seiner damaligen Funktion als SPD-Chef bereits im Jahr 2013 davon gesprochen, dass Dresden mit dem Kulti einen eigenen BER habe.