Kulturpalast-Umbau verzögert sich bis 2017
Die Eröffnung des Kulturpalastes verzögert sich bis März 2017. Ursprünglich sollten die Umbauarbeiten Ende 2015 abgeschlossen werden. Dieser Termin ist nicht mehr zu halten, sagte Stadtsprecher Kai Schulz.Verzögerungen waren abzusehenDie Verzögerungen seien bereits abzusehen gewesen, da der Haushalt erst im Januar 2013 verabschiedet wurde. Dadurch konnten die ersten Bauaufträge erst jetzt ausgelöst werden. Ab August sollen die Umbauarbeiten starten, teilte die Stadt mit.Orgel sorgt für weitere VerzögerungenEin weiterer Grund für die spätere Fertigstellung: Die Orgel für den Kulturpalast ist jetzt mit eingeplant worden, dadurch verlängern sich die Bauarbeiten um vier weitere Monate. Die Orgel war in der ursprünglichen Planung noch nicht berücksichtigt, wird jetzt aber vom Förderverein der Philharmonie finanziert.Seit Sommer 2012 ist der Kulturpalast geschlossen, die Stühle wurden bereits ausgebaut und zusammen mit anderem Inventar verkauft. Kulturpalast wird zu hochwertigem KonzertsaalDer Kulturpalast soll zu einem hochwertigen Konzertsaal für die Philharmonie umgebaut werden. Gleichzeitig sollen auch die Städtische Bibliothek und die Herkuleskeule einziehen. Philharmonie muss länger improvisierenDie Philharmonie muss nun deutlich länger als geplant in Ausweichquartieren spielen. Kulturbürgermeister Ralf Lunau räumte ein, dass die "Grenze des Zumutbaren" für das Orchester erreicht sei. "Der tatsächliche Baubeginn wird das Orchester jedoch in seiner künstlerischen Arbeit beflügeln", betonte Luna.Das Orchester ist seit September 2012 zum Improvisieren gezwungen und spielt auf mehreren Behelfsbühnen, darunter im Innenhof der Albertinums, im Deutschen Hygiene-Museum und im Schauspielhaus. Intendant Anselm Rose und Chefdirigent Michael Sanderling bezeichneten die Terminverschiebung in einer ersten Reaktion als "bedauerliche Tatsache".Baukosten sollen nicht steigenAn den geplanten Baukosten von 81,5 Millionen Euro solle sich trotz der Verzögerung nichts ändern, hieß es.Scharfe Kritik von der SPD - Planungsfirma vom Berliner FlughafenDer Vorsitzende der Dresdner SPD Stadtratsfraktion Peter Lames übte scharfe Kritik an den Verzögerungen. Dresden habe damit seinen eigenen Berliner Flughafen. Lames wies darauf hin, dass die ehemalige Planungsfirma vom Berliner Flughafen nun auch für den Kulturpalast zuständig sei.