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Kühltransporter auf Schleuserfahrt gestoppt

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Im Kampf gegen Schleuserkriminalität hat die Bundespolizei an der deutsch-tschechischen Grenze bei Bahratal einen ganzen Sattelschlepper voll mit Flüchtlingen gestoppt. 28 Menschen saßen am Karsamstag auf der Ladefläche des Kühltransporters, versteckt zwischen Weinkisten.

Die Männer und Frauen kamen vorwiegend aus Syrien und dem Irak, auch drei Minderjährige waren dabei. Für den lebensgefährlichen Transport nach Deutschland sollen die Schleuser pro Person bis zu 15.000 Euro kassiert haben. Dabei gab es in dem Container kein Licht, die Lüftung war während der Fahrt mehrfach ausgefallen.

Eine Vielzahl der Geschleusten waren dehydriert und wurden vor Ort versorgt. Ihre Notdurft mussten sie in Plastikflaschen verrichten. Die beiden Schleuser, zwei Türken, wurden vor Ort festgenommen.

Von den 28 illegalen Migranten stellten 23 Personen ein Asylgesuch und wurden einer Erstaufnahmeeinrichtung in Sachsen überstellt. Die Minderjährigen wurden dem Jugendamt übergeben. Bei fünf Personen erfolgten die Zurückweisungen in die Tschechische Republik.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden am Folgetag Haftbefehle gegen beide Beschuldigte erlassen. Sie befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. Das Tatfahrzeug wurde beschlagnahmt und abgeschleppt.