Kritik an Kommunikation der Regierung in Corona-Krise

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Die Linken haben die Kommunikation der sächsischen Regierung in der Corona-Krise kritisiert. Die Pandemie erzeuge schon genug Unsicherheit bei den Menschen, erklärte Parteichefin Susanne Schaper am Donnerstag in Dresden: «Die Landesregierung wäre gut beraten, nicht jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf zu treiben. Statt laut zu denken und jeden Tag neue Vorschläge zu präsentieren, ist stilles und effektives Arbeiten geboten.»

Die Linken bezogen sich auf Äußerungen von Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) und Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). Kretschmer habe vorgestern erklärt, man befinde sich «in den schwersten Wochen der Pandemie» und es sei nicht klar, welche Lockerungen es geben werde. Nur einen Tag später habe er laut über die ersten Lockerungen nachgedacht.

Köpping habe ebenfalls am Dienstag gesagt, man denke über eine FFP2-Maskenpflicht im Einzelhandel und Nahverkehr nach, und einen Tag später mitgeteilt, eine solch Verpflichtung werde es nicht geben.

«Statt wirrer Kommunikation nach außen und Gespräche mit den Lautesten zu führen, sollte die Staatsregierung sich endlich um die Menschen kümmern, die es in der Krise besonders schwer haben», betonte Linke-Fraktionschef Rico Gebhardt. (dpa)