Krisenstab berät über weiteres Vorgehen in der Staatsoperette
Ein Krisenstab soll am Montag die weiteren Maßnahmen nach dem Wasserschaden in der Staatsoperette beraten. Wie Kulturbürgermeisterin Klepsch mitteilte, wird seit vergangener Woche nach einer Interimsspielstätte gesucht. Intendant Wolfgang Schaller schlug vor, zeitweise wieder in der alten Spielstätte in Leuben aufzutreten. Vergangene Woche hatte ein Prüfer versehentlich die Sprinkleranlage aktiviert und die Operetten-Bühne und Technik mit 16.000 Litern Wassern geflutet, der Schaden geht in die Millionen. Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch teilte dazu mit:"Zur Bewältigung der Situation habe ich einen Krisenstab gebildet. Dieser soll über die schnellstmögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Staatsoperette im Kraftwerk Mitte, die Prüfung von Ausweichspielstätten, die Bewältigung der wirtschaftlichen Schäden sowie die rechtssichere Abwicklung der damit verbundenen Vorgänge beraten und die notwendigen Maßnahmen festlegen. Dem Krisenstab gehören die Leitungen der Staatsoperette, der Eigentümergesellschaft Kommunale Immobilien Dresden (KID) sowie verschiedener Ämter der Stadtverwaltung an.In einem Rundschreiben habe ich alle Intendantinnen und Intendanten sowie Leiterinnen und Leiter von Einrichtungen, die über Spielstätten in angemessener Größe und Ausstattung verfügen, gebeten, kurzfristig freie Kapazitäten sowie technische Voraussetzungen in Abstimmung mit der SOD zu prüfen und freie Termine für ersatzweise Aufführungen der Staatsoperette zur Verfügung zu stellen. Hier liegen erste Angebote vor.In den vergangenen Jahren stillgelegte Spielstätten, wie z. B. die alte Staatsoperette in Leuben, werden momentan auf kurzfristige Reaktivierung überprüft. Erste Erkenntnisse deuten jedoch auf einen unverhältnismäßig hohen baulichen und finanziellen Aufwand hin, da gerade der Standort Leuben mit dem Auszug der Staatsoperette 2016 weitgehend beräumt und technisch stillgelegt wurde.Die detaillierte Analyse der Schäden auf der Bühne der Staatsoperette steht derzeit im Zentrum der Aktivitäten. Entsprechende Begutachtungen und fachliche Einschätzungen laufen seit Mittwoch, den 18. Oktober, werden jedoch auch in der nächsten Woche andauern. Auskunft über die Höhe des Sachschadens, Maßnahmen zur Schadensbehebung und über das weitere Vorgehen können wir voraussichtlich in der kommenden Woche geben, wenn erste Ergebnisse der Analyse vorliegen. "