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Kraftwerk Mitte feierlich eröffnet

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Am Freitag­abend ist das neue Kraft­werk Mitte - die neue Spiel­stätte von Staats­o­pe­rette und TJG - mit einem Festakt feier­lich eröffnet worden.Oberbür­ger­meister Dirk Hilbert: „Ich gebe unumwunden zu: Ich bin aufge­regt! Man ist heute schnell versucht, viele Ereig­nisse als histo­risch zu betrachten, die morgen längst vergessen sind. Das ist heute Abend anders: Die Eröff­nung der Theater im Kraft­werk Mitte ist für die Stadt Dresden ein wahrhaft histo­ri­scher Augen­blick. Wir erleben einen beson­deren Moment, der nicht nur in den Chroniken dieser Stadt zu finden sein wird“.   Das Theater Junge Genera­tion und die Staats­o­pe­rette haben ihre alten Domizile verlassen und im Kraft­werk Mitte eine neue Heimat gefunden, 977 Tage nach dem ersten Spaten­stich und einer Inves­ti­tion in Höhe von knapp 100 Millionen Euro. Oberbür­ger­meister Dirk Hilbert: „Dieses Haus ist einzig eine Inves­ti­tion für die Bürge­rinnen und Bürger und die Gäste unserer Stadt. Kein Inten­dant, kein Solist, kein Archi­tekt und auch kein Politiker wird sich rühmen können, dies sei sein Haus. Diese Inves­ti­tion gehört allen Dresd­ne­rinnen und Dresd­nern, jeden Alters, jeden Geschlechts und völlig unabhängig ihrer Herkunft. Wir übergeben heute den beiden  Inten­danten, den Künst­le­rinnen und Künst­lern und sämtli­chen Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­bei­tern eine riesige Verant­wor­tung. In ihren Händen liegt es nun, dieses Haus mit Leben und Liebe zu füllen. Mit den Theatern im Kraft­werk Mitte soll dieser Ort zu einem kultu­rellen Zentrum der Stadt Dresden werden.“ Am Freitag­vor­mittag hieß es in einem Festakt „Von Dresden für Euch“ im Saal des tjg. Zu Gast waren 128 Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beiter der Operette und etwa 240 des tjg sowie die beiden Inten­danten Felicitas Loewe und Wolfgang Schaller, Oberbür­ger­meister Dirk Hilbert, der Geschäfts­führer der KID Kommu­nale Immobi­lien Dresden, Axel Walther und die Sächsi­sche Staats­mi­nis­terin für Wissen­schaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange. Am Abend folgte der Festakt „Von UNS für Dresden“ mit 700 Ehren­gästen - Gästen aus Politik, Wirtschaft, Theater und Baupart­nern. Die Modera­tion übernahm, wie schon bei Grund­stein­le­gung und dem Richt­fest der alte Herr des Puppenen­sem­bles „T.J.G“. „Licht An“ war der Prolog mit einer Perfor­mance von Jugend­li­chen der Theater­aka­demie des tjg, des Marie-Curie-Gymna­siums und der Gymna­sien Bürger­wiese und Bühlau. Zum Auftakt wurde die Ouver­türe zu „Die lustige Witwe“ von Franz Lehár gespielt. Im 1. Akt: „Bauar­bei­ter­glück“ standen viele Bauleute auf der Bühne, Projekt­leiter, Vertreter der Firma Züblin, die Archi­tekten und auch der Pförtner der Baustelle. Dann folgten die Rede des Oberbür­ger­meis­ters und der 2. Akt mit dem „Maschi­nen­bal­lett“. Hier zeigte die Bühnen­technik der SO und ein Ensem­ble­mit­glied des tjg was geht. Nach einem Grußwort des Sächsi­schen Staats­mi­nister des Innern, Markus Ulbig, gab es im 3. Akt „Sämtliche Werke leicht gekürzt“ mit Ensem­ble­mit­glie­dern der SO und des tjg. Prof. Dr. Wolfgang Schneider vom Institut für Kultur­po­litik an der Univer­sität Hildes­heim hielt die Festrede zum Thema „Spie(ge)l der Gesell­schaft? Die Darstel­lenden Künste als kultur­po­li­ti­sches Kraft­werk“. Im 4. Akt ging es um „Unsere Lieblings­dresd­ne­rIn­nen“ und dann dankten die Inten­danten der beiden Kultur­ein­rich­tungen Loewe und Schaller im Dialog. Der letzte und 5. Akt hieß „Los geht’s“, alle anwesenden Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­bei­tern des SO und tjg standen auf der Bühne. Dann wurde gefeiert mit Akteuren der Dresdner Kunst-und Kultur­szene im Kraft­werk und auf der Theater­gasse. Am nächsten Tag starten beide Häuser mit Premieren in die Spiel­zeit am neuen Ort. Neben dem Festakt im Saal gab es ein reich­hal­tiges Flanier­pro­gramm für weitere 600 Gäste an zehn Stand­orten im ganzen Haus: verschie­dene Dresdner Kultur­ein­rich­tungen und Künstler der freien Szene belebten den faszi­nie­renden Abend mit vielfäl­tigen und kunst­vollen Gastge­schenken in Form von Theater, Musik, Perfor­mance, Lesungen und Schau­spiel. Mit dem neuen Standort Kraft­werk Mitte ist ein Kultur­standort in zentrums­naher Lage entstanden. Das Indus­trie­areal wird aufge­wertet und die histo­risch wertvolle Bausub­stanz saniert und erlebbar. Insge­samt hat das Areal eine Fläche von 39 000 Quadrat­me­tern. Baube­ginn auf dem Gelände: 2012. Mit den Theater­stätten wurde im April 2014 begonnen. Der Theaterbau besteht aus dem sanierten ehema­ligen Maschi­nen­haus und einem Neubau. Die SO und die Große Bühne des tjg befinden sich im Neubau. Die Kleine Bühne, die Studio­bühne des tjg und das Theater­foyer sind im Erdge­schoss des Altbaus der ehema­ligen Maschi­nen­halle angeordnet. Ein Probe­turm, in dem alle Probe­räume, für beide Theater überein­ander "gesta­pelt„ sind, hat eine große, nach Westen ausge­rich­tete Glasfas­sade, das sogenannte "Schau­fenster". Für jede der vier Bühnen gibt es eine zugeord­nete Probe­bühne gleicher Größe. Im Herbst 2016 wurden die Spiel­stätten übergeben. Über 90 Millionen Euro wurden inves­tiert.