Kosten explodieren: Dresdner Haushalt in Schieflage
Drastisch gestiegene Ausgaben in allen Bereichen bringen den Dresdner Haushalt immer mehr in Schieflage. Nach Angaben der Stadt klafft derzeit ein Loch ein 45 Millionen Euro in der Kasse.
Grund sind vor allem die explodierenden Kosten beim Personal sowie im Sozial- und Asylbereich. Zwar haben sich die Einnahmen durch Steuern und Gebühren etwas verbessert, das Geld reicht aber nicht, um die Lücken zu schließen.
Die Landeshauptstadt Dresden muss deshalb das erste Mal seit Jahren am Jahresende mit einem Minus rechnen, das in den kommenden Haushaltsplan 2025 übertragen wird und dann bereits das Ergebnis belastet.
OB Hilbert fordert eine Kurskorrektur in der sächsischen Finanzpolitik: der Freistaat müsse den ungeplanten Aufwuchs endlich gegenfinanzieren.
Mit Blick auf den Haushaltsentwurf 2025/2026 sowie die mittelfristige Finanzplanung bis 2029 zeichnet sich bereits ab, dass die Sozialaufwendungen weiter massiv ansteigen, während sich die Deckungsmittel aus den Schlüsselzuweisungen in den kommenden Jahren deutlich reduzieren werden. Mit einer kurzfristigen Entlastung kann zum gegenwärtigen Stand also nicht gerechnet werden.