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Kontroverse Debatte zum Verkauf von Filetstück in Bautzen

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Der Bautzener Stadtrat hat mehrheit­lich dem Verkauf eines Filet­stücks in der Altstadt an die Hentschke Bau GmbH zugestimmt – zum Preis für knapp 140.000 Euro. Dabei handelt es sich um eine rund 1.200 Quadrat­meter große Fläche „Am Burglehn“. Der Investor will dort einen Vierge­schosser für alters­ge­rechtes Wohnen errichten. Der Abstim­mung war eine kontro­verse Diskus­sion voraus­ge­gangen.

Stadt­räte kriti­sierten den Allein­gang der Stadt­ver­wal­tung im Vorfeld und beklagten mangelnde Kommu­ni­ka­tion. Bautzen habe doch schon elf Einrich­tungen der Alten­be­treuung, so ein Stadtrat. Bautzen vergebe eine Chance, an dieser Stelle etwas eigenes zu entwi­ckeln, warf eine Stadt­rätin ein.

Finanz­bür­ger­meister Robert Böhmer warb um Zustim­mung. Es werde so eine bauliche Lücke in der geschlossen und ein Missstand besei­tigt. Er vertei­digte das Projekt. Mit Blick auf die demogra­phi­sche Struktur der Stadt sprach Böhmer von einem - so wörtlich - „statis­ti­schen Überhang älterer Menschen“.