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Komplize des Zwickauer Terror-Trios in Hannover festgenommen

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Nach der deutsch­land­weiten Mordserie gegen Migranten spricht Bundes­in­nen­mi­nister Hans-Peter Fried­rich erstmals ausdrück­lich von Rechts­ter­ro­rismus. Kanzlerin Angela Merkel sagte, es sei ein außer­ge­wöhn­li­ches Ereignis, dem man mit größter Sorgfalt nachgehen müsse. Ermittler nahmen am Sonntag einen mutma­ß­li­chen Komplizen des Zwickauer Neonazi-Trios fest und durch­suchten seine Wohnung bei Hannover. Der 37-Jährige soll der braunen Terror­zelle seinen Führer­schein und seinen Reise­pass zur Verfü­gung gestellt haben. Zudem soll der Mann mehrfach Wohnmo­bile für die Gruppie­rung angemietet haben. Im abgebrannten Haus fanden die Ermittler nicht nur die Pistole, mit denen die Döner-Morde verübt wurden, sondern auch DVDs. Darauf bekennen sich die beiden Männer zu den Morden und weiteren Straf­taten. Die verhaf­tete Frau will nur aussagen, wenn ihr als Kronzeugin Straf­mil­de­rung zugesi­chert wird.Inzwi­schen hat der Bundes­ge­richtshof Haftbe­fehl gegen Beate Z. erlassen, wegen des Verdachts der Gründung einer terro­ris­ti­schen Verei­ni­gung. Die Polizei prüft jetzt auch, ob das Trio aus Weißen­born etwas mit dem Mord an einem libane­si­schen Döner­laden-Besitzer in Döbeln zu tun hat.