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DVB und Stadt drohen mit Einschnitten bei Bus und Bahn

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Sachsens Städte und ihre Verkehrsunternehmen drängen auf mehr Unterstützung vom Freistaat für den Nahverkehr. Ohne zusätzliche Mittel müsse man das Angebot kürzen, warnt DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach. Gemeinsam mit Dresdens Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn übergab er am Freitag einen Brandbrief an die Landesregierung. Sie wird aufgefordert, schnellstmöglich für eine sichere Finanzierung im ÖPNV zu sorgen.

Das Angebot und dessen notwendiger Ausbau sei auf kommunaler Ebene nur mit ausreichender Finanzierung durch Bund und Freistaat gesichert, heißt es in dem Brief, den die Oberbürgermeister sowie die Verkehrsunternehmen von Dresden, Leipzig, Chemnitz, Görlitz, Plauen und Zwickau unterzeichneten. Nur mit einer ausreichenden Unterstützung könnten die landespolitischen Ziele zur Stärkung des ÖPNV als eine attraktive Alternative zum motorisierten Individualverkehr erreicht werden.

Der ÖPNV sei stark unterfinanziert, was sowohl auf stark gestiegene Kosten als auch auf politisch gewollte Preissenkungen durch das Deutschlandticket und das Bildungsticket zurückzuführen sei. Weiterhin sei unklar, ob der Bund dauerhaft zur hälftigen Finanzierung des Deutschlandtickets bereit ist. Die Städte und Verkehrsunternehmen sehen jedoch diese Beteiligung des Bundes als unerlässlich für die langfristige Fortführung des Deutschlandtickets an.

Audio:

DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach
Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn