Kommission fordert Konsequenzen im Fall Al-Bakr
Im Fall Al-Bakr hat eine Expertekommission in Dresden bessere Kommunikation und gesetzliche Änderungen auf Bundesebene gefordert. Der Fall hätte viel schneller von Bundesbehörden übernommen werden müssen. Zudem war die JVA Leipzig auf einen islamistischen Terrorverdächtigen nicht eingestellt. Es müssten auch mehr Dolmetscher eingesetzt werden. Das empfiehlt die Expertenkommission, die die Pannen im Fall Al-Bakr untersucht hat. Innenminister Ulbig kündigte in Dresden an, dass die Polizisten künftig Anti-Terror-Training in der Polizeischule in Schneeberg bekommen. Zudem sollen in den Gefängnissen spezielle Hafträume ohne Gitter entstehen, die überwacht werden können. Al-Bakr war im Oktober bei der geplanten Festnahme in Chemnitz zunächst geflüchtet, später nahm er sich in der JVA Leipzig das Leben.