• Talsperre Sosa (Archivfoto: LTV Kirsten Lassig)

    Talsperre Sosa (Archivfoto: LTV Kirsten Lassig)

Klimawandel macht Trinkwasserproduktion in Sachsen teurer

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Der Klimawandel hat Auswirkungen auf die sächsischen Talsperren. Wegen der steigenden Wassertemperaturen wachsen verstärkt Algen – und das kann teuer werden. Das zeigt eine Studie der Wasser-Biologin Kathrin Jäschke von der TU Dresden.

Betroffen sind vor allem Talsperren im Flachland unter 500 Metern – etwa im Elbtal. Weil es wärmer wird, frieren sie im Winter nur noch selten zu. Dadurch setzt das Algenwachstum früher ein bzw. wird kaum unterbrochen. Im Sommer geht es weiter. Abgestorbene Algen zehren Sauerstoff auf. Nährstoffe wie Mangan oder Eisen lösen sich und heizen das Algenwachstumm weiter an.

Die sächsischen Talsperren müssen darum künftig mehr Geld ausgeben, z.B. um die Wasserreservoirs mit Sauerstoff zu belüften. Günstig für Sachsen ist allerdings, dass das Talsperren im kühleren Bergland über 500 Metern weniger betrifft. Und in Vogtland, Erzgebirge, Sächsischer Schweiz oder Oberlausitz liegen die meisten Trinkwassertalsperren im Freistaat.