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Kleinstes Museum der Stadt öffnet wieder seine Pforte

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Das kleinste Museum der Stadt öffnet nach der Winterpause wieder seine Pforte. Im Schillerhäuschen am Elbhang beginnt am Karfreitag die Saison. Die nur 21 Quadratmeter große städtische Einrichtung steht bis Ende Oktober jeweils an den Wochenenden und Feiertagen zur Besichtigung offen. Dabei können Besucher auch in Werke von Friedrich Schiller und Vertonungen seiner „Ode an die Freude“ reinhören. Bilder und Handschriften dokumentieren Werke aus dessen Dresdner Zeit.

Der Ort des Gedenkens an den großen Dichter der Klassik war erst 2005 wiedereröffnet worden. Das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, das auf einem Privatgrundstück steht, war mit Hilfe der Bürgerstiftung restauriert worden. Schiller lebte von September 1785 bis Juli 1787 in der Dresdner Stadtwohnung seines Freundes, des Schriftstellers Christian Gottfried Körner, und dem Sommersitz der Familie am Weinberg.

Körner hatte Schiller in Leipzig kennengelernt, als der dieser die brotlose Kunst des Dichtens aufgeben wollte. Er lud den 26-Jährigen nach Dresden ein und befreite ihn für zwei Jahre von seinen finanziellen Sorgen. Schiller fand wieder zu seiner Kunst zurück, vollendete unter anderem die „Ode an die Freude“ und das Drama „Don Karlos“. Ob er das heutige Schillerhäuschen je betreten hat, ist mit letzter Sicherheit nicht klar.