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Warnstreik am Dienstag - Keine Notbetreuung in Dresdner Kitas

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Eltern in Sachsen müssen sich am Dienstag auf Einschränkungen bei der Betreuung ihrer Kinder einstellen. Der Sächsische Erzieherverband ruft in den kommunalen Kindertageseinrichtungen zu einem ganztätigen Warnstreik auf. Damit soll der Druck vor den weiteren Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst erhöht werden. Zum Auftakt der Verhandlungen hatten die Arbeitgeber kein konkretes Angebot vorgelegt. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 21. März geplant.

Heftige Kritik von der Stadt Dresden

Der städtische Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen Dresden kritisierte die geplante Arbeitsniederlegung scharf. „In der Ukraine ist Krieg. Wir bereiten uns gerade auf die Ankunft von Flüchtlingen mit ihren Kindern vor. Auch die Einschränkungen der Corona-Pandemie mit dem erst heute endenden eingeschränkten Regelbetrieb sind nicht ohne Auswirkungen an Eltern und Kitas vorbeigegangen“, sagte die Leiterin Sabine Bibas am Freitag. Sie habe Respekt vor dem Streikrecht, dessen Nutzung zum Auftakt der Verhandlungen aus ihrer Sicht aber nicht zu vermitteln sei. Die Stadt Dresden will auf ihrer Internetseite über die Auswirkungen des Streiks informieren.  

Wichtige Informationen für Eltern

Wie in den vergangenen Jahren wird der Eigenbetrieb wieder detaillierte Informationen auf der städtischen Website unter www.dresden.de/Kita-Streik bereithalten. Auf dieser Internetseite wird am 8. März ab 6 Uhr eine Übersicht derjenigen Kindertageseinrichtungen veröffentlicht, die vom Streik betroffen sind. Zusätzlich wird der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen eine telefonische Service-Hotline schalten. Unter der Telefonnummer 0351-4885111 erhalten Eltern am Streiktag ab 6 Uhr Auskunft, ob ihre Kita vom Streik betroffen sein wird. Über den angekündigten Streik und das vom Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen vorbereitete Informationsangebot wurden die Eltern in einem separaten Elternbrief informiert.

Für Eltern kann keine Notbetreuung zur Verfügung gestellt werden. Stattdessen werden die Einrichtungen öffnen, sobald pädagogische Fachkräfte zum Dienst erscheinen. Es können maximal so viele Kinder betreut werden, wie nach Personalschlüssel zulässig sind. Eine Betreuung in anderen Kindertageseinrichtungen ist wegen der Corona-Pandemie nicht möglich. Der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen empfiehlt Eltern deshalb vorsorglich alternative Betreuungsmöglichkeiten zu organisieren.

Sollten Eltern streikbedingt ihre Kinder nicht in die Betreuung von Kita oder Hort geben können, so erhalten sie automatisch 1/20 ihres monatlichen Elternbeitrages für den Streiktag zurückerstattet. Die Kindertageseinrichtungen informieren dazu die Beitragsstelle für die entsprechende Beitragsrückerstattung. Ein gesonderter Antrag der Eltern ist nicht erforderlich. Den Rückerstattungsbescheid erhalten die Eltern spätestens drei Monate nach dem jeweiligen Monat, in dem die Betreuung nicht gewährleistet werden konnte.