Kinder- und Jugenddenkmalpreis geht nach Königsbrück
Zum Tag des offenen Denkmals wird hier in Sachsen auch immer ein Kinder- und Jugenddenkmalpreis vergeben: Diesmal ging er an die Arthur-Kießling-Oberschule in Königsbrück.
Ausgezeichnet wurden Schüler für ihr besonderes Engagement rund um die rund 200 Jahre alten Königsbrücker Kamelien. Sie erarbeiteten die Geschichte der historischen Pflanzensammlung und organisierten unter anderem spezielle Führungen für sehbehinderte Menschen. Damit machten sie aus dem Naturdenkmal ein lebendiges Stück Kulturerbe.
Die Pflanzen im Gewächshaus von Schloss Königsbrück gelten als die ältesten zusammenstehenden Kamelien Europas nördlich der Alpen. Über mehrere Schuljahre hinweg beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 mit den historischen Zierpflanzen, ihrer Geschichte und ihrer sehr anspruchsvollen Pflege. Angeleitet werden sie dabei von der „Kameliengruppe“ im Heimatverein Königsbrück und Umgebung e. V.
„Die Schülerinnen und Schüler der Arthur-Kießling-Oberschule Königsbrück zeigen uns eindrucksvoll, dass Denkmalpflege viele Facetten hat“, betont Regina Kraushaar, Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung.„Die heute ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler pflegen nämlich historische Kamelien, setzen sich mit ihrer Geschichte auseinander und bringen sie mit ganz besonderen Führungen u.a. zu Menschen, die sehbehindert sind. Genau das würdigen wir mit dem Sächsischen Kinder- und Jugenddenkmalpreis: Junge Menschen, die sich im Ehrenamt kreativ und nachhaltig mit Denkmalschutz bzw. Denkmalpflege auseinandersetzen und damit anderen ein Beispiel geben.“
