Kinder machen Selfies auf Bahngleisen in Dresden
Die Bundespolizei hat am Freitag einen eindringlichen Appell veröffentlicht unter der Überschrift: "LEBENSGEFAHR!".Am Donnerstagnachmittag, gegen 14:20 Uhr, informierte ein Lokführer die Bundespolizei, dass er mehrere Kinder im Gleisbereich auf der Strecke zwischen Dresden Hauptbahnhof und Cossebaude gesehen hatte. Bundespolizisten konnten fünf Minuten später zwei 11-jährige Kinder feststellen. Beide Schülerinnen wurden eindringlich auf die von Bahnanlagen und ihrem Verhalten ausgehenden Gefahren hingewiesen. Die Kinder wurden ihren Eltern übergeben.Die Bundespolizei appelliert: Bahnanlagen sind keine Spielplätze und kein Fotostudio - hier droht Lebensgefahr! Bitte sprechen Sie mit Ihren Kindern zu diesem Thema! Dazu erläutert die Bundespolizei: "Züge können, anders als Fahrzeuge auf der Straße, Hindernissen nicht ausweichen und haben aufgrund ihrer großen Masse einen Bremsweg von bis zu 1.000 Metern. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass moderne Züge wesentlich leiser und damit erst sehr viel später zu hören sind, als ihre Vorgängermodelle. Die Geschwindigkeit ist ebenfalls nicht zu unterschätzen: schnellfahrende Züge sind beispielsweise im Durchschnitt mit 160 km/h unterwegs - auch in einigen Bahnhöfen und an Haltepunkten. Bei dieser Geschwindigkeit legt ein Zug 100 m in nur 2,25 Sekunden zurück.Auch ein häufig gehörtes Argument entkräften die Beamten: "Bundespolizisten hören häufig von Betroffenen, dass man(n) ja den Fahrplan kenne. Doch gilt dies auch bei Zugverspätungen, Sonder- und Güterzügen?? Auch hier gilt: Erwachsene haben Vorbildfunktion!"Zug in Stauchitz mit Gegenständen beworfenDonnerstagabend gegen 19:00 Uhr bewarfen zwei Unbekannte die Regionalbahn RB 27735, von Riesa nach Chemnitz verkehrend, mit Gegenständen. Der Lokführer hatte die beiden Personen auf der Brücke in der Ortslage Stauchitz gesehen und bei Durchfahrt dumpfe Aufprallgeräusche wahrgenommen. Einem glücklichen Umstand ist zu verdanken, dass die Wurfgeschosse nach einer ersten Sichtung lediglich das Dach des Zuges trafen und keiner verletzt wurde. Zu dem Vorfall sucht die Polizei nun Zeugen.