Khaled-Prozess wird vor dem Dresdner Landgericht neu aufgerollt
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Der Prozess um den getöteten Flüchtlin Khaled aus Eritrea wird vor dem Dresdner Landgericht ab Mittwoch komplett neu aufgerollt. Angeklagt ist ein 29-jähriger Landsmann. Er soll im Januar 2015 den damals 20 Jahre alten Khaled nach einem Streit erstochen haben. Der Angeklagte selbst hatte immer angegeben, dass er sich nach einem Streit nur gewehrt habe. Der Beschuldigte war bereits im Juli 2016 wegen Totschlags zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hatte den Richterspruch aber aufgehoben. Nach Ansicht der Bundesrichter hatte das Dresdner Landgericht eine mögliche Notwehrsituation nicht ausreichend geprüft. Für die Neuverhandlung sind bis Mitte Juli zunächst vier Verhandlungstage angesetzt.