Keine Stromtrasse durch Hellerau: Heide als Alternative
Mitten durch die Gartenstadt Dresden Hellerau sollte eine neue Hochspannungstrasse verlegt werden, doch dieses Projekt ist jetzt vom Tisch. Sachsen Energie hat nach Protesten der Anwohner eingelenkt und will die Leitung stattdessen jetzt durch die Dresdner Heide legen.
Die Alternative durch die Heide sei technisch machbar und auch genehmigungsfähig, heißt es von dem Energieversorger. Umweltamt und Sachsenforst hätten nach intensiven Gesprächen bereits ihre Zustimmung signalisiert, nachdem sie am anfangs völlig gegen diese Variante waren.
Einen solch massiven Eingriff in die Natur wollte man verhindern. Nun kommt es wohl doch dazu, dafür wird die Gartenstadt nicht aufgebuddelt. Das wiederum wird die Denkmalschützer freuen.
Anwohner atmen auf
„Wir vom Verein Bürgerschaft Hellerau freuen uns für alle Anwohner und Gewerbe im Flächendenkmal, dass Sachsen Energie auf unsere konstruktive Kritik eingegangen ist und die zusätzliche Anstrengung unternommen hat, die alternative Trasse durch den Wald einer erneuten Prüfung zu unterziehen“, sagt Tanja Fischer, Vorstand der Bürgerschaft.
„Wir sehen dies auch als ein positives Zeichen gegen Politikverdrossenheit, dass Differenzen überwunden und Kompromisse gefunden werden können“, so Fischer. weiter. „Wir möchten uns bei Sachsen Energie, Sachsenforst, dem Umweltamt, dem Amt für Denkmalschutz und dem Stadtbezirksamt bedanken.“
Hintergrund zur neuen Stromtrasse
Um den steigenden Strombedarf im Dresdner Norden langfristig sicherzustellen, plant SachsenNetze mehrere neue 110-kV-Hochspannungstrassen im Stadtgebiet. Eine davon ist die Trasse vom Umspannwerk Dresden-Klotzsche an der Königsbrücker Straße zum Umspannwerk Rähnitz (an der Wilschdorfer Landstraße). Die etwa fünf Kilometer lange Trasse ist Bestandteil des umfangreichen Netzausbaus in der Landeshauptstadt Dresden: 110-kV-Hochspannungstrassen | SachsenNetze