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Warnstreiks in kommunalen Kitas, Horten und Kliniken

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Eltern konnten in Dresden wegen eines Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi am Mittwochmorgen nicht überall wie gewohnt ihre Kleinen in die kommunale Kita bringen. So blieben 14 der insgesamt 184 Kitas und Horte in Dresden zwischen 6 Uhr und 10.30 Uhr geschlossen. Weitere 55 Kindertageseinrichtungen konnten ihren Betrieb in diesem Zeitraum nur eingeschränkt aufrechterhalten. Wegen des streikenden Personals mussten sie ihre Öffnungszeiten reduzieren bzw. konnten nur eine Notbetreuung für einige wenige Kinder absichern. Die restlichen 115 Kitas hatten  ohne Einschränkungen geöffnet.  Rund 300 Erzieherinnen und Erzieher aus städtischen Kitas und Horten sind dem Aufruf zum Warnstreik gefolgt. 2.118 Kinder waren nach ersten Hochrechnungen vom Warnstreik betroffen. Das teilte die Stadt am Nachmittag mit. 

Verdi-Bezirksgeschäftsführer Daniel Herold sprach von mehr als 220 Beschäftigten, die sich letztlich vor dem Dresdner Rathaus versammelt hatten. Die Gewerkschaft GEW bezeichnete das als „deutliches Zeichen“ in Richtung Arbeitgeber. „Sie halten eine angemessene Gehaltssteigerung für dringend erforderlich‎“, so die Landesvorsitzende Uschi Kruse. Auch die Mitarbeiter vom Dresdner Jugend- und Sozialamt sollten ihre Arbeit ruhen lassen. Zu Arbeitsniederlegungen kam es auch in Früh-Horten sowie im OP-Bereich des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt. Die Aktion sollte dort noch bis zum Nachmittag laufen.

Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund ‎und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. ‎Mitte September war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben. Die dritte ‎Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.‎