Keine Demos vor Weihnachtsmärkten
"Pegida" und die Gegendemonstranten von "Gepida" sind am Montagabend wieder durch die Dresdner Innenstadt gezogen. Nach Angaben des TU-Projektes "Durchgezählt" kamen nach Zählung des Demo-Zuges und Flächenschätzung etwa 5500 bis 6000 zu Pegida, das waren damit etwas mehr als in der Vorwoche (3600 bis 4000). Einsatzkräfte stellten auf der Chiaverigasse einen 35-Jährigen fest, welcher einen sogenannten „Totschläger“ bei sich führte. Er muss sich wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten, teilte die Polizei mit.Bei der Gegendemo der "Genervten Einwohner" von Gepida wurden 400 bis 450 Teilnehmer gezählt. Ein 21-Jähriger muss sich wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung verantworten. Der Mann hatte in Höhe des Italienischen Dörfchens versucht, die Absperrung zu durchbrechen, um auf den Theaterplatz zu gelangen. Gleichzeitig hatte er Einsatzkräfte beleidigt.Gastrender mit pauschaler Verunglimpfung des IslamEin Gastredner aus Belgien bezeichnete auf der Pegida-Bühne den Koran als "Lizenz zum Töten". Zudem wurde in der Rede verkündet: "Wer Islam sät, wird Dschihad ernten." Wie die Polizei mitteilte, werde geprüft, ob sich heutige Gastredner des Pegida Fördervereins e. V. wegen Volksverhetzung strafbar gemacht haben. Wegen Weihnachtsmärkten: keine Demos auf Wilsdruffer StraßePegida zog wieder vom Theaterplatz Richtung Landtag, Ostraallee und zurück zum Theaterplatz. Wie ein Polizeisprecher unserem Sender sagte, werde die Wilsdruffer Straße auch in den nächsten Wochen nicht für Demonstrationen freigegeben. Die Fluchtwege für die Weihnachtsmärkte müssten freigehalten werden, hieß es.Die Gegendemo von Pegida zog vom Postplatz, vorbei am Taschenbergpalais zum Schlossplatz und weiter zum Bahnhof Neustadt.