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Kein Sieg im letzten Heimspiel 2016

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Dynamo Dresden hat den fünften Heimsieg der Saison am Freitag­abend vor 27 612 Zuschauern mit einem 0:0 gegen den Karls­ruher SC verpasst. Der Aufsteiger behauptet vor dem Hinrun­den­ab­schluss am 18. Dezember bei Arminia Biele­feld dennoch den Platz im gesicherten Mittel­feld. „Mit einem bisschen mehr Glück wären die drei Punkte hierge­blieben. Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir den Sieg auf jeden Fall verdient gehabt“, sagte Dynamos Abwehr­spieler Niklas Kreuzer durchaus zurecht.Auch andere Dresdner Protago­nisten waren nach der niveau­armen Partie nicht eben ausge­lassen. „Wir haben einen unglaub­li­chen Aufwand betrieben, die zweite Halbzeit zu 95 Prozent in der Karls­ruher Hälfte gespielt. Das tut einfach echt weh“, haderte Pascal Testroet. Trainer Uwe Neuhaus befand aber wenigs­tens: „Ich kann aufgrund der Leiden­schaft der Mannschaft keinen Vorwurf machen, dennoch ist es natür­lich ärger­lich.“Neuhaus begann mit der Startelf, die zuletzt 0:1 bei 1860 München verloren hatte. Im gewohnten 4-3-3-System tat sich Dresden lange Zeit schwer, klare Tormög­lich­keiten heraus­zu­spielen. Die Gäste aus Baden standen tief vor dem eigenen Straf­raum und machten die Räume eng. Erschwe­rend präsen­tierte sich zudem der schwer bespiel­bare Unter­grund, der den Kombi­na­ti­ons­fuß­ball der Hausherren nicht zuließ.So dauerte aus fast eine halbe Stunde, ehe Dynamo erstmals wirklich Torge­fahr ausstrahlte. Niklas Kreuzer (28.) probierte es mit einem Freistoß aus spitzem Winkel, KSC-Torwart René Vollath war aller­dings zur Stelle. Auch in der 37. Spiel­mi­nute parierte Vollath einen Schuss von Erich Berko (37.) aus fünf Metern mit einem klasse Reflex. Es war bis dahin Dresdens größte und einzig wirklich gefähr­liche Einschuss­mög­lich­keit.Neuhaus reagierte zur Pause und wechselte Testroet für Andreas Lambertz ein. Fortan stürmte der Aufsteiger mit zwei Spitzen gegen den Karls­ruher Abwehr­riegel an. Allein Testroet (57./60.) hatte zweimal die Führung auf dem Fuß, schei­terte aber mit einem Flach­schuss am Außen­pfosten und frei stehend per Kopf.Weitere Möglich­keiten von Akaki Gogia (63.) und Marco Hartmann (83.) blieben ungenutzt. Beide konnten den Ball per Kopf nicht im Tor unter­bringen. Kurz vor Abpfiff blieb Testroet (90.+1) erneut zweiter Sieger gegen den starken Gäste­keeper Vollath.Für den negativen Höhepunkt der Partie sorgten Gäste-Anhänger, die nach einer Viertel­stunde in ihrem Block Pyrotechnik zündeten und sich anschlie­ßend eine Ausein­an­der­set­zung mit der Polizei lieferten.(dpa)

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Kapitän Marco Hartmann hätte das letzte Heimspiel des Jahres gern gewonnen
Stefan Kutschke ärgert sich über die verge­benen Chancen
Das Fazit von Trainer Uwe Neuhaus
Pascal Testroet nach dem 0:0 gegen Karls­ruhe