Kaum einer hält sich an das neue Tempo-30-Limit auf der Nossener Brücke
Das neue Tempo-30-Limit auf der Nossener Brücke in Dresden wird von Polizisten vom Revier West künftig verstärkt kontrolliert. Auch beim Dresdner Ordnungsamt laufen dazu Prüfungen.
Bislang halten sich nur wenige Fahrer an die Beschränkung auf dem Bereich zwischen der Kreuzung Budapester Straße und der Abfahrt nach Löbtau. Allerdings ist die Beschilderung auch leicht zu übersehen, kritisieren Autofahrer. Auch unser Reporter hat bei einer Vor-Ort-Begehung die Beschilderung als schlecht sichtbar wahrgenommen. Sein Fazit: „Die 30er-Schilder sind hinter einer anderen Beschilderung angebracht und fallen so erst sehr spät oder gar nicht ins Auge.“
Ob die Stadt die 30-Schilder nochmal umsetzt oder besser platziert, ist noch offen. Das Tempo-Limit ist notwendig, da es an Schweißnähten an dem Brückenabschnitt über die Bahngleise Risse gibt. Wenn sich diese weiter verstärken, soll laut Rathaus eine Fahrbahnseite komplett gesperrt werden. Das hängt laut Verwaltung auch von der Disziplin der Autofahrer ab, hieß es:
„Nach einer intensiven Überwachungszeit von rund einem halben Jahr gilt es inzwischen als sicher, dass die Rissentwicklung nicht zum Stillstand gekommen ist. Um die Restnutzungsdauer der Brücke möglichst lange ausnutzen zu können, wird ab sofort die zulässige Höchstgeschwindigkeit in westliche Richtung auf 30 km/h gesenkt. Von der Disziplin der Fahrzeugführer hängt es ab, ob und wie lange diese Erhaltungsmaßnahme wirksam sein wird. Sollten sich die Risse dennoch weiter entwickeln oder neue Risse festgestellt werden, müsste der gesamte westliche Verkehr auf den linken Fahrstreifen verlagert werden. In diesem Bereich weist das Fahrbahnblech wegen des bislang geringeren LKW-Verkehrs noch keine Risse auf.“
Langfristig soll die Brücke neu gebaut werden, dazu laufen umfangreiche Planungen. Die Straßenbahn soll dann von Löbtau über die Nossener Brücke zum Nürnberger Platz geführt werden.