• Im Stadtmuseum ist der Ernstfall geprobt worden. (Foto: Stadtmuseum Dresden)

    Im Stadtmuseum ist der Ernstfall geprobt worden. (Foto: Stadtmuseum Dresden)

Katastrophenübung im Dresdner Stadtmuseum

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Die Dresdner Feuerwehr hat am Donnerstag eine große Katastrophenübung im Stadtmuseum gestartet. Simuliert wurde die komplette Überflutung einer Etage. Menschen und Kulturschätze mussten aus dem Museum gerettet werden.

Seit morgens um 7 haben 60 Feuerwehrleute, Notfallmanager und Museumsmitarbeiter den Ernstfall geprobt und drei Stunden lang die Abläufe trainiert.

Zuletzt waren beim Jahrhunderthochwasser 2002 zahlreiche Kulturgüter zum Beispiel aus den Kunstsammlungen gerettet worden.

Mitteilung des Dresdner Stadtmuseums:

Am Donnerstag, dem 22. August um 7 Uhr wurden durch das Stadtmuseum Dresden die Feuerwehr und der Notfallverbund alarmiert. Nur wenige Minuten später waren die Einsatzfahrzeuge der Feuer- und Rettungswache Altstadt, die Stadtteilfeuerwehr Kaitz, mit einem speziell zur Bergung und Evakuierung von Kunst- und Kulturgut ausgestatteter Rettungszug sowie sämtliche Institutionen des Notfallverbundes vor Ort.

Geübt wurden die Personenrettung und die vollständige Evakuierung von Kulturgut aus einer Ausstellung im Stadtmuseum Dresden. Das ausgewählte Szenario war die komplette Überflutung einer gesamten Ausstellungsetage. Die Arbeitsabläufe der Feuerwehr, der Sicherheitsdienste und der beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedenen Institutionen des Notfallverbundes mussten hierbei aufeinander abgestimmt werden. Die Übung diente vor allem dazu, das Zusammenspiel der Rettungskräfte und der Helfer des Notfallverbundes zu üben, zu festigen und zu verbessern.

Gisbert Porstmann, Direktor der Museen der Stadt Dresden, betont die Wichtigkeit solcher Übungen: „Für uns ist die praxisnahe Simulation eines Katastrophenfalles, von der Auslösung des Notrufes bis hin zur Rettung des Kulturgutes, ein wichtiger Bestandteil unserer musealen Verantwortung. Sie hilft uns, Abläufe zu optimieren.“

Kunst- und Kulturgüter bilden die Wurzeln unseres Gemeinwesens. Diese Kulturgüter auch im Katastrophenfall zu bewahren, ist Ziel der vierzehn im Dresdner Notfallverbund zusammengeschlossenen Kultureinrichtungen. Doch nicht nur die sichere, klimatische Aufbewahrung ist von Bedeutung, auch auf Havarie- oder Katastrophenfälle gilt es vorbereitet zu sein. Die beteiligten Institutionen erklärten damit ihre Bereitschaft, im Falle einer akuten, umfangreichen Gefährdung oder Schädigung personelle und sachliche Ressourcen zu bündeln und die zu leistenden Aufgaben in gegenseitiger Unterstützung zu bewältigen. Vordringliches Ziel des Notfallverbundes ist es, auf Katastrophenfälle vorbereitet zu sein, um den Schutz unersetzbarer Exponate und unwiederbringlichen Schrift- und Archivguts zu gewährleisten.