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Kassen leer, aber Millionen für neue Terrorsperren

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Dresdens Weihnachtsmärkte sind der absolute Touristenmagnet im Advent. Allein der Striezelmarkt zieht jedes Jahr rund 2 Millionen Besucher an. Im Dezember waren Dresdens Hotels mit über 80 Prozent am besten im ganzen Jahr ausgelastet.

Doch Deutschlands Weihnachtsmärkte werden immer häufiger Ziel von Anschlägen - wie zuletzt am 20. Dezember 2024 in Magdeburg. Damals raste der saudische Arzt Taleb al-Abdulmohsenhttps://de.wikipedia.org/wiki/Taleb_al-Abdulmohsenmit seinem Auto in eine Rettungsgasse des Magdeburger Weihnachtsmarktes und tötete dabei sechs Menschen. Rund 300 wurden verletzt.

Deshalb will die Stadt jetzt nochmal bei den Zufahrtssperren für die Märkte aufrüsten.

Ordnungsbürgermeister Jan Pratzka erklärte jetzt im Stadtrat: „Der Altmarkt und Neumarkt sind gesichert, da müssen eventuell nur mal Elemente ausgetauscht werden. Die anderen Märkte wie Hauptstraße, Prager Straße, Schlossplatz und Postplatz müssten gesichert werden. Und wir haben eine erste Hochrechnung gemacht, die bedeutet einmalige Anschaffungskosten für aktuellen Zufahrtsschutz, Sicherheitskonzepte und die Sicherheitsdienste, um das zu überwachen, von 3,2 Millionen Euro.“ Hinzu kämen jährliche Verwaltungskosten von 1,3 Millionen Euro für Auf- und Abbau, Lagerung, Kontrolle.

Ein Posten, der sicher noch heiß im Stadtrat debattiert werden wird. Denn eigentlich sind die Kassen leer, es soll an allen Ecken und Enden gespart werden. Doch ein Sicherheitsrisiko will natürlich auch keiner eingehen.

Da aber auch das Stadtfest (15. bis 17. August) einen adäquaten Schutz braucht, sollen die Betonsperren noch diesen Sommer beschlossen und angeschafft werden, so Pratzka.

 

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Ordnungsbürgermeister Jan Pratzka zur Millionen-Investition