Update: Bislang 40 Hinweise zum Aufenthaltsort der Verdächtigen vom Juwelenraub im Grünen Gewölbe

Zuletzt aktualisiert:

Polizei und Staatsanwaltschaft haben sich am Donnerstagnachmittag zu den bislang eingegangen Hinweisen im Fall des Juwelenraubs im Grünen Gewölbe geäußert. Bislang sind rund 40 Hinweise aus der Bevölkerung bei der Polizei eingegangen. Eine heiße Spur befindet sich nicht darunter, so die Polizei. Seit Dienstag fahndet die Polizei auch international nach den beiden Remmo-Brüdern Mohamed und Abdul Majed Remmo.

Die Beamten äußerten sich außerdem zu den "Bild"-Berichten über Pannen bei der Verhaftung der mutmaßlichen Täter in Berlin. Nach bisheriger Einschätzung gebe es keine konkreten Anhaltspunkte, die auf Fehler bei dem Einsatz hindeuten. Wie die Polizei erklärt, konnte das Bewegungsmuster der Zielpersonen nur bedingt vorher gesehen werden. Außerdem müssen bei einem derartigen Großeinsatz immer verschiedene Aspekte betrachten werden. Zum einen sollte der Gesamterfolg der Razzia am Dienstag nicht durch eine einzelne Entscheidung gefährdet werden. Zum anderen stand die Sicherheit der Beamten jederzeit im Vordergrund des Einsatzes. Insgesamt konnte man drei der fünf Verdächtigen Fassen und darüber sei man auch froh, so Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt.

Bei den umfangreichen Durchsuchungen konnten die Ermittler Werkzeuge und Speichermedien (unter anderem Festplatten, Computer und Handys) sicherstellen. Darüber hinaus fanden die Einsatzkräfte in einigen durchsuchten Wohnungen Macheten, Äxte und Schreckschußwaffen vor, die ebenfalls sichergestellt wurden.

Auch auf den Aufenthaltsort der Juwelen gibt es bislang keine heiße Spur. Dennoch sei man zuversichtlich die gestohlenen Objekte wieder zu finden, so Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt:

Audio:

Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt