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Jungunternehmer forschen in Gläserner Manufaktur an Mobilität der Zukunft

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In der Gläsernen Manufaktur starten ab Dienstag sechs Start-Up-Unter­nehmen beim sogenannten Inkubator-Programm. Die Jungun­ter­nehmer forschen an der Mobilität der Zukunft. Sie haben 200 Tage Zeit, Mobili­täts-Produkte und Services zu entwi­ckeln. Mit dabei ist zum Beispiel das Dresdner Car Sharing-Unter­nehmen "Carlund­Carla" oder "Smart City System" aus Nürnberg. Das Unter­nehmen entwi­ckelt ein Sensor­system für freie Parkplätze. Die Start-Ups werden mit jeweils 15.000 Euro geför­dert.Das sind die Teilnehmer:Carlund­Carla aus Dresden – Corpo­rate Car-Sharing:Sie sind mit ihrer Platt­form für die Vermie­tung von Nutzfahr­zeugen bereits im Geschäft. Ihr neues Car-Sharing-Modell bezieht das Flotten­ma­nage­ment mit ein: Unter­schied­liche Kunden haben unter­schied­liche Bedürf­nisse, die sich ergänzen können. So ließe sich die Auslas­tung der Fahrzeuge steigern. Ihr Konzept sieht auch eine Öffnung für Privat­nutzer vor.Geospin aus Freiburg – geogra­phi­sche Big Data Analysen:Das Spin-off der Smart-City-Forschungs­gruppe der Univer­sität Freiburg wertet Nutzer­daten aus und erklärt Kunden­ver­halten in Abhän­gig­keit von geogra­phi­schen Daten. Mit Hilfe von Verfahren wie Deep Learning und Predic­tive Analy­tics erstellt Geospin Prognosen für optimale Stand­orte für unter­schied­liche Geschäfts­ideen. In Dresden wollen sie anhand von Naviga­tions- und Bewegungs­pro­filen etwa optima­le­Stand­orte für Ladesta­tionen oder Carsha­ring identi­fi­zieren.Smart City System aus Nürnberg – Parkplatz­na­vi­ga­tion:Das Startup entwi­ckelte ein Sensor­system, das in Echtzeit den Belegungs­status von Stell­flä­chen erkennt und zu freien Parkplätzen navigiert. Das System entlastet den Verkehr, weil die Parkplatz­suche entfällt. Im Inkubator planen sie, ihr Sensor­system weiter zu optimieren und in Dresden zu etablieren. Damit einher geht die Digita­li­sie­rung des Parkraums in der sächsi­schen Landes­haupt­stadt.LoyalGo aus Dortmund – Ladesäulen mit lokaler Werbung:Die jungen Gründer wollen den Ausbau von Ladesäulen für Elektro­fahr­zeuge in Zusam­men­ar­beit mit lokalen Einzel­händ­lern voran­treiben. Dafür haben sie die LoyalGo-Säule mit Bildschirm entwi­ckelt. Eine digitale Litfaß­säule, die sich über Werbe­an­zeigen finan­ziert. Mit dem digitalen Bonus­system LOYEES, das in Dortmund bereits etabliert ist, können lokale Händler Kunden­vor­teile anbieten. Ihre LoyalGo-Säulen möchten sie nun auch in Dresden einführen.Ekoio aus Leipzig – Smarter Co-Pilot IDA:Das Startup hat eine Telematik-Lösung entwi­ckelt, die Fahrzeug­daten auf Basis von daten­si­cherer Cloud-Techno­logie verar­beitet – zum Beispiel fürRückschlüsse auf das Fahrver­halten. Neu ist der intel­li­gente Fahras­sis­tent IDA, der aktiv wird, sobald der Fahrer zum Handy greift. So kann der IDA die Handy­nut­zung während der Fahrt auf spiele­ri­sche Weise reduzieren und zu mehr Sicher­heit im Straßen­ver­kehr beitragen. Im Inkubator wollen sie Testkunden finden und den IDA weiter­ent­wi­ckeln.Tretbox aus Berlin – Lasten­dreirad mit Elektro­an­trieb:Das Unter­nehmen um Autode­si­gner Murat Günak beschäf­tigt sich mit der sauberen Paket­zu­stel­lung für die letzte Meile in der Stadt und in Wohnge­bieten. Statt schwerer Trans­porter will Tretbox die modernenElektro-Dreiräder mit austausch­baren Contai­nern für die Branche der Paket­lo­gis­tiker anbieten. In der Gläsernen Manufaktur möchte Tretbox einen Prototyp bauen. Unter­stüt­zung erhofft sich das Startup auchbeim Vermarkten des Gefährts, das in Zukunft auch automa­ti­siert fahren soll.