Jeder fünfte Oberlausitzer stolz auf seine Heimat

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Fast 90 Prozent der Oberlausitzer leben gern in ihrer Heimat, finden sie attraktiv.  Rund ein Fünftel sind stolz auf ihre Gemeinde oder Stadt. Das geht aus einer heute veröffentlichten Umfrage des Sächsischen Ministeriums für Regionalentwicklung hervor.

"Lausitzer" oder "Oberlausitzer"?

Zwei Drittel identifizieren sich als „Oberlausitzer“ und 62 Prozent als „Lausitzer“. Dabei gibt es aber zwischen den beiden Landkreisen Unterschiede. So sehen sich die Einwohner im Kreis Görlitz mit 78 Prozent als „Oberlausitzer“. Im Nachbarkreis Bautzen sind es 54 Prozent. „Ich bin Lausitzer“ sagen rund zwei Drittel der Bautzener und 58 Prozent  der Görlitzer.

Im vergangenen Dezember waren rund 1.000 Einwohner der beiden Landkreise online und per Telefon befragt worden. Die Ergebnisse sind nach Angaben des Ministeriums repräsentativ. Gefragt wurde auch nach der wirtschaftlichen Lage und Zukunftsthemen. 

Die Lausitz soll Energieregion bleiben. Dieser Ansicht sind 66 Prozent aller Befragten. Nur 18 Prozent  sind gegen diese Perspektive.  Die Zustimmung zur Energieregion ist bei den Älteren (40 bis 49 Jahre) mit 80 Prozent größer als bei den Jüngeren (18 bis 39 Jahre) mit 50 Prozent.

Wie bewerten die Oberlausitzer die Zukunft für die junge Generation?

Diese Frage wurde gestellt mit Blick auf Arbeitsplätze und Wohnen. Auch da ergibt sich regional unterschiedliches Bild. Die Bautzener sind positiver gestimmt. 51 Prozent glauben an eine gute Zukunft der jungen Generation.  Dagegen sind 56 Prozent der Befragten im Kreis Görlitz der Meinung, dass die Perspektive für junge Leute nicht gut aussieht.

Welche Prioritäten setzen die Oberlausitzer?

Ganz wichtig sind für die Menschen neue Unternehmen und neue Arbeitsplätze (87 Prozent). Für eine gute Verkehrsanbindung sind 77 Prozent. Fast genau so viele (76 Prozent) wollen, dass in Tourismus, Kultur und Landschaftsschutz investiert wird. Bildung und Forschung sollten ausgebaut werden. Das meinen 68 Prozent. Dagegen sind nur 36 Prozent für zusätzliche Behörden.

Unterschiedlich wird die wirtschaftliche Lage bewertet. 50 Prozent der Bautzener schätzen sie als gut ein. Nur 38 Prozent sind es im Landkreis Görlitz. Für 42 Prozent aller Befragten ist die Situation eher schlecht und für weitere sechs Prozent  sehr schlecht. Nur drei Prozent sind der Meinung: Die Lage ist sehr gut.

Bürgerbeteiligung für Strukturwandel

Hoch ist die Bereitschaft der Oberlausitzer, sich aktiv in den Strukturwandel einzubringen. So halten 80 Prozent eine Bürgerbeteiligung für wichtig. Wie sieht es aber mit einem persönlichen Beitrag aus?  37 Prozent sind bereit dazu. 58 Prozent äußerten sich zurückhaltend.

Der Link zu den Umfrageergebnissen:

https://www.strukturentwicklung.sachsen.de/demoskopische-umfrage-in-der-lausitz-4839.html