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Janßen vorgestellt - erste Einheit unter dem neuen Trainer

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Am Donners­tag­nach­mittag war es soweit. Dynamo Dresden hat Olaf Janßen als neuen Cheftrainer vorge­stellt. Der 46-Jährige folgt auf den vor zweiein­halb Wochen entlas­senen Peter Pacult. Der Öster­rei­cher musste nach der 0:3-Pleite gegen den FSV Frank­furt seinen Hut nehmen.Mit Janßen kommt ein Trainer mit Auslands­er­fah­rung. Der gebür­tige Krefelder war zuletzt fünf Jahre unter Berti Vogts Co-Trainer der aserbai­dscha­ni­schen Natio­nal­mann­schaft. In Dresden ist Janßen erstmals als Cheftrainer verant­wort­lich. Der neue starke Mann an der Seiten­linie freut sich auf die Heraus­for­de­rung Dynamo Dresden. "Ich hatte Dynamo in den letzten Jahren immer in den Augen gehabt, ich sehe deutlich das Poten­zial, ich sehe die Qualität, dass die Mannschaft deutlich besser Fußball spielen kann. Trotz der Turbu­lenzen der letzten Tage habe ich die Entschei­dung, zu Dynamo zu gehen, nutzen wollen. Ich freue mich sehr auf die Aufgabe!„Janßen galt bei der Trainer­suche von Beginn an zum Favori­ten­kreis, auch wenn er nicht die Nummer Eins auf der Wunsch­liste war. Als zweite oder gar dritte Wahl sieht sich der 46-Jährige dennoch nicht. “Keines­falls. Ich war am Ende im engeren Kreis dabei und wenn der Verein über eine regio­nale Lösung nachdenkt, ist das normal. Von daher ist es kein Problem, was in den letzten Tagen passiert ist. Aber es gibt sicher­lich hunderte Trainer, die jetzt trotzdem barfuss nach Dresden kommen würden. Dass ich mich als Trainer zweiter Wahl fühle, dem ist nicht so." Noch bis Mittwoch hatten die Schwarz-Gelben versucht, Dynamo-Idol Ralf Minge zurück an die Elbe zu lotsen. Der sagte ein erneutes Engage­ment in Dresden aber ab.Haupt­ziele stellen sich für Olaf Janßen vor allem zwei! Zum Einen muss er aus den Spielern wieder eine Mannschaft machen und mit eben dieser dann den Klassen­er­halt in der 2. Bundes­liga sichern. "Ich habe den Eindruck, dass dies keine Mannschaft ist. Da müssen wir den Hebel ansetzen. Das Wir-Gefühl muss aufleben, sonst können wir nichts errei­chen. Wenn nicht elf Jungs das Ding gemeinsam anpacken, haben wir keine Chance. Damit will ich gleich beginnen. Aber das geht nicht auf Knopf­druck. Ich werde genau darauf achten, wer den Mannschafts­geist  hochhält.„ Wichtig dafür ist, dass in der Mannschaft eine Sprache gespro­chen wird. Deshalb verlangt Janßen von allen auslän­di­schen Profis auch, dass sie die Sprache lernen.Sein Debüt auf der Dynamo-Trainer­bank wird Janßen am Sonntag im FDGB-Pokal gegen Borussia Mönchen­glad­bach geben. Geschäfts­führer Chris­tian Müller und auch Dynamos sport­li­cher Leiter Steffen Menze hoffen, dass der neue Coach schon dann mit einem Vertrau­ens­vor­schuss in Ruhe arbeiten kann. Auch Janßen weiß, dass in Dresden die Fans ganz beson­ders emotional mit ihrem Verein umgehen und diesen leben, aber mit dem emotio­nalen Umfeld habe er keine Probleme, so der neue Trainer bei seiner Präsen­ta­tion.

Audio:

Der neue Dynamo-Trainer Olaf Janßen
Dynamo-Geschäfts­führer Chris­tian Müller
Aufsichtsrat-Mitglied Thomas Dathe
Vertei­diger Sebas­tian Schuppan