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ISS is calling - Dresdner Schüler sprechen mit Alexander Gerst

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Es war ein einmaliges Erlebnis für die Schüler des Martin-Andersen-Nexö-Gymnasiums in Dresden. Sie haben am Mittwochvormittag mit dem deutschen Kommandanten der ISS - Alexander Gerst gefunkt. Auch ein Gymnasium aus Dessau in Sachsen-Anhalt war dabei.

„Alles Gute zunächst erstmal nach Dresden und Dessau. Alles Gute von der Internationalen Raumstation“ – Das waren die ersten Worte vom deutschen Kommandanten der ISS Alexander Gerst, gegen 10.24 Uhr. Danach brach großer Jubel los in der Aula des Martin-Andersen-Nexö-Gymnasiums in Striesen.

Zehn Minuten lang konnten sie dem Astronauten abwechselnd Fragen stellen. In Dresden haben 42 Schüler fast zwei Jahre lang, in Kooperation mit Schülern des Gymnasiums aus Sachsen-Anhalt, auf diesen Moment hingearbeitet. Acht Dresdner Schüler haben extra einen Amateurfunkschein gemacht.

Gefunkt wurde am Mittwoch über die Antenne in den Technischen Sammlungen in Dresden, ein Livestream hat den Funkverkehr auch ins Internet übertragen.
Alexander Gerst ist der Kopf der aktuellen Mission „horizons“ bei der es unter anderem darum geht, zu erforschen, wie die Rehabilitation bei Muskel- und Knochenschwund verbessert werden kann. Aber auch um Atomforschung geht es oder um Astronauten Assistenzsysteme. Allein 65 Experimente mit europäischer Beteiligung wird Gerst voraussichtlich bis Dezember 2018 durchführen.
Geplant ist auch in den kommenden Jahren eine bewohnte Station auf dem Mond zu schaffen.

„In den nächsten Jahren werden wir uns den Mond und auch den Mars angucken und sehen, was wir von Ihnen lernen können.“ – Alexander Gerst.Er hat während der Übertragung auch erzählt, wie sie auf der Raumstation gemeinsam Feiertage und Geburtstage feiern. Für ihn sei es wichtig, dass sie solche Tage gemeinsam verbringen als Crew.
Beim Geburtstag des vorherigen Kommandanten Andrew Feustel hätten Sie Schokolade aus ihren Wohncontainern mitgebracht, Gitarre gespielt und gesungen. Für eine schönere Stimmung habe Gerst dann auch aus Klebeband und einer Taschenlampe eine Art Kerze gebaut.

Weltweit nehmen Schulen und Bildungseinrichtungen am ARISS (Amateur Radio on the International Space Station) Programm teil. Zurzeit läuft der Bewerbungszeitraum für amerikanische Einrichtungen.

Deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen konnten sich bei der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) für das Projekt bewerben. 14 Schulen und drei Schülerlabore des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die DLR_School_Labs, waren dieses Jahr dabei.

Dresden und Dessau waren die letzten Deutschen Schulen, die 2018 mit dem deutschen Kommandanten der ISS, Alexander Gerst, Kontakt aufnehmen konnten.