Insolvente Großbäckerei schließt zwei Filialen in Dresden
Bei der Großbäckerei Eisold soll auch nach der Insolvenzeröffnung der Geschäftsbetrieb weiter laufen. Zwei Filialen müssen im Sommer allerdings schließen, kündigte der Insolvenzverwalter an.
Die vier Cafes, wie zum Beispiel das Toskana am Blauen Wunder, sollen wie gewohnt weitergeführt werden. Zwei der 17 Filialen in Dresden sollen im Sommer geschlossen werden, teilte der Insolvenzverwalter mit. Diese könnten absehbar nicht kostendeckend betrieben werden. Es handelt such im die Filialen an der Wallstraße und in der Hohe Straße. Beide schließen Ende August.
Die Mitarbeiter werden in anderen Filialen eingesetzt.
Die Mitteilung des Insolvenzverwalters:
Mit Beschluss des Amtsgerichts in Dresden ist am Freitag, den 31. Mai. 2019, plangemäß das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Fa. Eisold KG eröffnet worden, nachdem das Gericht am 23. April 2019 die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet hatte. Insolvenzverwalter Dr. Christian Heintze von der Restrukturierungs-Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff kann den Geschäftsbetrieb der Großbäckerei mitsamt der vier Gastronomie-Betriebe auch nach der Eröffnung weiterführen.
Nach eingehender Prüfung der Situation in den Filialbetrieben werden zwei der insgesamt 17 Filialen in Dresden geschlossen, da diese absehbar nicht kostendeckend betrieben werden können. Dabei handelt es sich um die Filialen in der Wallstraße und in der Hohe Straße. In beiden Filialen wird der Betrieb Ende August 2019 eingestellt. Alle betroffenen Mitarbeiter werden künftig in einer der weiteren Dresdner Filialen eingesetzt, die Mitarbeiter sind entsprechend informiert. Die Zukunft von zwei weiteren Filialen ist noch offen, da hier noch Verhandlungen mit den jeweiligen Vermietern über eventuelle Mietminderungen laufen.
„Niemand verliert seinen Arbeitsplatz, wir brauchen jeden einzelnen Mitarbeiter“, betont Insolvenzverwalter Heintze. In den zurückliegenden Wochen konnte die Mitarbeiterzahl sogar um sechs erhöht werden. Die Schließung der zwei Filialen ist ein erster Schritt zur Sanierung von Eisold. „Wir prüfen auch systematisch weitere Möglichkeiten zur Optimierung des Geschäftsbetriebes.“ Unter anderem werde das im Zuge der Unternehmenskrise eingeschränkte Angebot von Dauergebäck schrittweise wieder ausgebaut.
Das Familienunternehmen Eisold mit Sitz in Radeberg bei Dresden ist eine bekannte Bäckerei und Konditorei mit insgesamt 17 Filialen in Dresden sowie vier eigenen Gastronomie-Betrieben, darunter das bekannte Café Toskana am Blauen Wunder. Der 1953 gegründete Betrieb beschäftigt aktuell insgesamt 180 Mitarbeiter.