Innenministerium dementiert Pegida-Gerücht
Das sächsische Innenministerium hat eine "Tiefenprüfung" zu einer angeblichen Förderung des Pegida-Fördervereines mit Steuergeldern angekündigt. Das sagte ein Ministeriumssprecher der Dresdner Morgenpost. Gleichzeitig dementierte das Ministerium Gerüchte, wonach zwei ehemaligen Mitgliedern aus dem Pegida-Orga-Team Geldzahlungen angeboten wurden, damit nur noch einmal im Monat demonstriert wird. Vielmehr gehe es darum, mehrere Kleine Anfragen an die Staatsregierung zu beantworten, sagte Ministeriumssprecher Andreas Kunze-Gubsch auf unsere Anfrage. Dazu müsse man nun in der Tiefe recherchieren. Der Ministeriumssprecher schloss auf unsere Anfrage aus, dass von Innenminister Ulbig oder dem Ministerium direkt Geld an Pegida geflossen sei.Ulbig: "Keine Vereinbarung über finanzielle Unterstützung"Am Freitagmittag ergänzte Innenminister Markus Ulbig in einer kurzen schriftlichen Mitteilung: „Es gab keine Vereinbarung zwischen mir und dem sogenannten “Orga-Team„ von PEGIDA über eine finanzielle Unterstützung.“Aufgrund einer aktuellen parlamentarischen Anfrage wird derzeit von der Staatsregierung geprüft, ob es Zuwendungen an einzelne PEGIDA-Mitglieder in einem anderen Zusammenhang gab. Bisher gibt es dafür keine Hinweise.AfD-Abgeordneter spricht von Geldern aus Integrations-FördertopfDer AfD-Landtagsabgeordnete Carsten Hüttner wirft Ulbig vor, dem Pegida-Förderverein staatliche Gelder zur Verfügung gestellt zu haben, damit nur noch einmal monatlich demonstriert wird. Hütter behauptet gegenüber den DNN auch, dass sein Informant ihm mitgeteilt habe, dass die Mittel, über deren Höhe er keine Angaben machen kann, aus einem Fördertopf stammen könnten, der der Integration und Migration dienen soll. Konkrete Belege dafür gibt es nicht, auch gibt es derzeit keine zweite Quelle, die entsprechende Behauptungen bestätigen würde.Ulbig hatte sich im Januar 2015 mit dem "Orga-Team" von Pegida getroffen. Unmittelbar danach kam es zum Bruch in der Pegida-Spitze. Kathrin Oertel und Rene Jahn verließen Pegida. Mehrfach gab es parlamentarische Anfragen zum Inhalt und zum Treffpunkt der Gespräche zwischen Ulbig und Pegida. Das Ministerium verweigerte dazu nähere Informationen, da Stillschweigen vereinbart wurde.(Redaktioneller Hinweis: Der Artikel wurde um das Statement des Sächsischen Innenministers ergänzt.)