Innenminister für Transitzonen für Flüchtlinge an sächsischen Grenzen
Sachsens Innenminister Markus Ulbig kann sich die Einrichtungen von Transitzonen für Flüchtlinge auch an den sächsischen Außengrenzen vorstellen. "Ich will das für Sachsen nicht ausschließen", sagte er am Montagabend in Dresden nach einem Treffen der Innenminister am Sonntag bei Bundeskanzlerin Merkel. Solche Transitzonen böten die Möglichkeit, über Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsstaaten und solche, die über keine gültigen Passdokumente verfügten, unmittelbar an der Grenze kurzfristig zu entscheiden und sie gegebenenfalls von dort aus auch abzuschieben.Ulbig nannte die Einrichtung solcher Zonen, über die bei einem Treffen der Länderinnenminister bei Bundeskanzlerin Angela Merkel gesprochen worden sei, einen "Baustein im Mosaik". Eine Arbeitsgruppe des Bundes werde zusammen mit den Ländern die mögliche Schaffung solcher Zonen prüfen und Vorschläge erarbeiten.Die Innenminister hätten Merkel bei dem Treffen "sehr klar und sehr deutlich geschildert, dass die Kapazitätsgrenzen in allen Bundesländern erreicht sind und dass es wichtig ist, schnell und auch klare Entscheidungen zu treffen", sagte Ulbig.Schnellere DatenerfassungZudem solle die Registrierung von Flüchtlingen zügiger erfolgten. Dazu solle eine IT-Arbeitsgruppe die bis zu vierfache Registrierung von Flüchtlingen, sei es durch DRK-Helfer, Ausländerbehörde oder Bundesämter, vereinfachen und beschleunigen, kündigte Ulbig an.Die Ergebnisse des Treffens will Ulbig am Dienstag im sächsischen Kabinett vorstellen. Aus SPD-regierten Ländern und von Bundesjustizminister Heiko Maas wurde die Transitzonen kritisiert und abgelehnt.