- Das 27. Dresdner Stollenmädchen - Bäckerin Lisa Zink
Inflation! Stollen 20 Prozent teurer?
Die Inflation trifft auch Sachsens Stollenbäcker. Andreas Wippler vom „Schutzverband Dresdner Stollen“ hat mitgeteilt, dass es aktuell keinen Anlass zur Sorge gebe; die benötigten Rohstoffe seien grundsätzlich verfügbar. Die Zutaten seien über die Einkaufsgenossenschaft organisiert. Das Problem sei aber, dass die Preise 20 bis 40 Prozent höher lägen. Das betreffe Butter, Mehl, Mandeln, Zitronat und Orangeat sowie Rosinen. Der Stollen werde darum dieses Jahr teurer.
Nach Angaben des Schutzverbandes wurden im vergangenen Jahr rund 4,8 Millionen Striezel mit dem Echtheitssiegel verkauft. Jährliche Preissteigerungen seien normal, sagt Bäckermeister Wippler, Erhöhungen über die ganze Breite - Zutaten, Energie, Personalkosten - aber neu. „In Bäckereien war Energie bisher kein großer Faktor, jetzt muss mit dem Drei- bis Vierfachen kalkuliert werden“, sagt er.
Der Verband hält eine Erhöhung des Stollenpreises um 20 Prozent für nötig. „Ob die am Markt jedoch umsetzbar ist, das ist eine andere Frage.“ In Lagen mit geringer Kaufkraft werde das eher schwierig.
