Immer mehr Anmeldungen für illegale Facebook-Party bei der Gema
Die Zahl der Anmeldungen für die illegale Facebook-Party am Samstagabend am Gelände der GEMA an der Zittauer Straße wächst weiter. Weit über 2.500 Leute haben inzwischen ihr Kommen angekündigt. Die Stadt hat eine Verbotsverfügung erlassen. Laut Sprecher Kai Schulz wäre eine Party mit mehr als zweitausend Gästen unzumutbar und nicht kalkulierbar. Die Polizei bereitet sich für einen Einsatz am Samstag vor. Über 2000 ZusagenÜber 2000 Leute haben bei Facebook ihr Kommen bereits zugesagt. Polizei und Ordnungsamt wollen die illegale Party auf dem Privatgelände nun mit allen Mitteln verhindern. Verbot soll auch mit Zwang durchgesetzt werdenEine entsprechendes Verbot wurde nun mit einer sogenannten Allgemeinverfügung veröffentlicht. Um das Verbot durchzusetzen, werde man auch unmittelbaren Zwang einsetzen, heißt es darin. Auch Ersatzveranstaltungen will die Stadt unterbinden. Der anonyme Facebook-Account wurde inzwischen gelöscht, heißt es.Partyeinladung ist immer noch onlineDie Einladung zu der Party ("Lisa`s 8teen Birthday Bash") ist nach unseren Informationen aber nach wie vor online: zwar wird im Einladungstext kein genauer Ort angegeben, auf der Pinnwand wird aber auf das Gelände des Dresdner Gema-Büros eingeladen.Protest gegen Gema?Bei der Gema hieß es, man habe alles an Polizei und Sicherheitskräften aktiviert, was ginge. Der zuständige Bezirksbüro-Direktor Uwe Dorn sagte, man sei entsetzt. Auch für die Anwohner kämen hohe Belastungen zu. Eine Löschung der Seite, sei nicht möglich.Seit Wochen protestieren Clubbetreiber und andere Veranstalter gegen ein neues Gebührensystem bei der Gema. Ob da ein Zusammenhang besteht, könne man nicht sagen, so ein Sprecher der Stadtverwaltung.Inzwischen hat sich eine anonyme Gruppierung als Initiator zu Wort gemeldet. Man wolle damit "Kritik an der GEMA und (...) Leichtgläubigkeit der Internetnutzer ausüben!", heißt es in einer E-Mail und einer Meldung beim Kurznachrichtendienst Twitter. Die Polizei ermittelt derzeit gegen Unbekannt.Der Fall "Thessa" - Facebook-Partys ufern immer wieder ausDeutschlandweit sorgen Facebook-Partys immer wieder für Schlagzeilen: die Polizei war immer wieder im Großeinsatz, weil hunderte Betrunkene private Geburtstagspartys stürmten oder zu illegalen Partys kamen und randalierten. Prominentestes Beispiel in Deutschland ist der Fall "Thessa" - dabei hatten hunderte Feierwütige die Party einer Teenagerin bei Hamburg gestürmt.Facebook-StatementFacebook wollte sich nicht direkt äußern. In einem Statement der zuständigen PR-Agentur heißt es:"Als soziale Plattform bietet Facebook den Menschen unterschiedliche Möglichkeiten, sich mit Freunden zu verbinden und auszutauschen. Dazu gehört auch die Veranstaltungs-Funktion, mit der sich Menschen unkompliziert verabreden und zusammenfinden können, sei es eine Geburtstagsparty, gemeinsames Fußballgucken oder eine Hochzeit. Die Einstellungsmöglichkeiten sind umfangreich und deutlich und lassen sich jederzeit anpassen. Die Nutzer haben die volle Kontrolle."Zusammenarbeit mit BehördenZudem verweist die zuständige PR-Agentur auf die entsprechenden Informationsseiten von Facebook zum Thema Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden. Dort heißt es:"Wir arbeiten mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen, um die Sicherheit der Nutzer von Facebook zu erhalten. In diesem Zusammenhang ist es manchmal erforderlich, Vertretern dieser Behörden Informationen zu liefern, die es ihnen ermöglichen in Notfällen Maßnahmen zu ergreifen (...)."Facebook SicherheitshinweiseHier finden sie die Verbotsinformation der Stadt DresdenUnd hier finden sie die Allgemeine Verbotsverfügung des Ordnungsamtes