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Im Freistaat arbeiten immer mehr Mediziner in Teilzeit

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In Sachsen arbeiten wieder mehr Ärzte. Aktuell sind es fast 17.900 Mediziner - 230 mehr als im Jahr davor. Das hat die Sächsische Landesärztekammer mitgeteilt. Trotz des Zuwachses gibt es noch immer einen Ärztebedarf im Freistaat. Denn immer mehr Mediziner arbeiten mit Rücksicht auf die Familie in Teilzeit. Immerhin sind über die Hälfte aller sächsischen Ärzte Frauen.

Und viele scheuen die Selbständigkeit. Die Zahl der Mediziner, die in Praxen angestellt sind, ist um über 1.000 auf fast 1.700 gestiegen. Der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer Erik Bodendieck meint, dass die Bürokratie abschreckend sei. Bedenklich sei diese Entwicklung vor allem auf dem Land.

Die Lücken für Patienten füllen zunehmend ausländische Mediziner. Ihre Zahl ist um etwa 140 auf jetzt fast 2.600 gestiegen. Die meisten von ihnen stammen aus Tschechien, gefolgt von der Slowakei und Polen. Die Zahl der syrischen Ärzte bei uns hat sich in den letzten fünf Jahren auf 230 mehr als vervierfacht.