Im Dresdner Uniklinikum beginnt das Rohrpost-Zeitalter
Das Universitätsklinikum Dresden hat am Freitag ihre neue Rohrpost-Anlage in Betrieb genommen. Im neuen Chirurgischen Zentrum (Haus 32) können nun Gewebe- und Blutproben von den Stationen unter der Straße durch, direkt ins Labor vom Institut für Klinische Chemie und Labormedizin geschickt werden. Wenn Blut- oder Gewebeproben genommen werden, muss der Arzt oder die Schwester die Proben beschriften, im Computersystem einpflegen und dann ins Röhrensystem schieben. Mit Druckluft werden die Proben erst durchs Gebäude in den Keller, dann unter der Straße durch auf die andere Straßenseite zum Labor transportiert. Innerhalb von 6 Minuten ist damit das Blut nach dem Abzapfen im Labor. Ab Dezember soll das neue 120 Millionen Euro teure Chirurgische Zentrum am Universitätsklinikum in Betrieb gehen.Gesteuert wird die Anlage vollautomatischen von einem Computersystem. Im neuen Haus 32 gibt es künftig 17 Operationssäle und 132 Betten auf vier Stationen. 120 Millionen Euro werden in die Anlage investiert.