Ibug 2024 macht graue Wände in Riesa bunt
Das als Ibug bekannte Festival für urbane Kunst hat rund 8.500 Besucher nach Riesa gelockt. An zwei Wochenenden konnten sie in einer ehemaligen Fabrikhalle ein riesiges Gesamtkunstwerk bewundern.
40 Künstler aus aller Welt hatten das Gelände mit Malerei, Graffiti und Multimedia zu neuem Leben erweckt. Das Kürzel Ibug steht dabei für Industriebrachenumgestaltung.
In ihren Arbeiten setzten sich die Kreativen auf vielfältige Weise mit der Geschichte und Überresten der Produktion in der seit 2011 leerstehenden Fabrik, aber auch mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinander. Das umfangreiche Rahmenprogramm bot u. a. Führungen durch die Industriebrache, die einen Überblick über die entstandenen Kunstwerke bzw. Einblick in die Historie des früheren Tierfuttermischwerks gaben, sowie Artist Talks, Podiumsdiskussionen, Performances und Musik.
Die Festivalmacher von ibug e. V. zeigen sich nach Abschluss des diesjährigen Festivals zufrieden: „Diese ibug war für uns vor allem wegen des kurzen Vorlaufs eine besondere Herausforderung. Die Entscheidung, das Festival 2024 in Riesa auszutragen, fiel erst wenige Wochen vor der Anreise der Kreativen. Unser rein ehrenamtliches Team musste daher besonders viel Energie und Zeit investieren, damit alles rechtzeitig bereit ist.“, erklärt Martin Langhof aus dem Vereinsvorstand.
„Das positive Feedback der Künstlerinnen und Künstler und die Resonanz des Publikums sind wie immer unsere Motivation für kommende Festivals. Ohne die großartige Unterstützung von Partnern und Förderern sowie den engagierten Einsatz der vielen Helfer wäre das Projekt so aber nicht möglich gewesen.“ Seit ihrem Debüt im Jahr 2006 hat sich die ibug zu einem weltweit renommierten Festival für urbane Kunst entwickelt. Jedes Jahr im August öffnet eine Industriebrache in Sachsen ihre Tore für eine temporäre Kunstausstellung.