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Hunderte zeigen Solidarität mit der Ukraine

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Hunderte Menschen haben am Samstag auf dem Dresdner Theaterplatz an einer Solidaritätskundgebung für die Ukraine teilgenommen. Ein Polizeisprecher schätzte die Teilnehmerzahl am Mittag auf einen „mittleren dreistelligen Bereich“ und etwas höher als bei einer pro-russischen Demonstration in Hör- und Sichtweite. Letztere fand unter dem Motto „Weltfrieden, kein Krieg in Europa, Völkerverständigung, keine politische Propaganda in den Schulen“ statt. Teilnehmer bei dieser Demo schwenkten russische Fahnen.

Gegen einen 35-jährigen Teilnehmer der Versammlung leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein. Er hatte den Hitlergruß gezeigt. Außerdem stellten die Polizisten zwei Verstöße gegen die Versammlungsauflagen fest. Dabei handelte es sich in beiden Fällen um ein russisches Militärabzeichen. Ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wurde eingeleitet.

Die Stadt Dresden hatte pro-russische Propaganda-Symbole bei der Kundgebung untersagt. „Hierzu zählen das Z-Symbol ebenso wie das Sankt-Georgs-Band, ein russisches Militärabzeichen“, teilte die Verwaltung vorab mit. Mit Blick auf die aktuellen Geschehnisse seien die Sicherheitsbehörden in besonderem Maße sensibilisiert. Generell verliefen die Proteste aber überwiegend friedlich. (mit dpa)