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Hunderte demonstrieren gegen Treffen von Rechtsextremen in Dresden

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Mehrere Hundert Menschen haben am Samstag in Dresden gegen ein Treffen der rechtsextremen Identitären Bewegung demonstriert. Zur Veranstaltung der Rechtsextremen in der Innenstadt kamen nach Einschätzung von Beobachtern ebenfalls mehrere Hundert Teilnehmer. Bislang laufe es insgesamt sehr ruhig und friedlich ab, sagte ein Polizeisprecher.Am Nachmittag kam es zu einem Zwischenfall, als mehrere Journalisten von Ordnern der Identitären Bewegung angegriffen wurden. Verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittele gegen sechs Personen wegen Nötigung, teilten die Beamten auf Twitter mit.Darüber hinaus ermittelt die Polizei gegen einen Teilnehmer bei der Veranstaltung der Identitären Bewegung, weil er das Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation getragen habe. Ein Ordner habe außerdem gegen das Versammlungsrecht verstoßen, unter anderem weil er Tierabwehrspray bei sich trug.Die Dresdner Stadtverwaltung hat für den Samstag gemeinsam etwa mit dem Hygienemuseum, der Philharmonie und den Musikfestspielen ein breites Programm gegen die rechte Versammlung organisiert. Dresden stehe für Vielfalt, sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). „Wir heißen alle Nationen in unserer Stadt herzlich willkommen und werden alles dafür tun, dass Menschen auch mit den gleichen Entwicklungschancen hier leben können.“Die Identitäre Bewegung ist eine Gruppierung mit französischen Wurzeln, die seit 2012 auch in Deutschland aktiv ist. Sie wird vom Verfassungsschutz beobachtet und hatte laut dem Verfassungsschutzbericht 2017 in Deutschland etwa 500 Mitglieder. (dpa)